gz pflanzen die cannabinoide enthalten 375319510
|

5 Pflanzen außer Cannabis, die Cannabinoide enthalten

Faktencheck

  • 1498 wurde Pfeffer erstmals via Schiff auf den europ√§ischen Kontinent gebracht.
  • Spilanthol wird ebenfalls als Lokalan√§sthetikum in der Humanmedizin verwendet.
  • Cannabinoide werden bereits erfolgreich in der Chemotherapie eingesetzt, um √úbelkeit und Erbrechen zu lindern.

Cannabinoide, zu denen CBD und THC gehören, kommen nicht nur in der Hanfpflanze vor. Dies wissen die wenigsten. Die Wirkung von zum Beispiel CBD ist in den letzten Jahren immer intensiver erforscht worden und findet mittlerweile in der Humanmedizin Einsatz. CBD kann eine antibiotische Wirkung zeigen, dies wurde bereits in den 50er-Jahren dieses Jahrhunderts entdeckt und in der Tschechoslowakei im Bereich der Tiermedizin eingesetzt.

Auch THC,¬†Tetrahydrocannabinol,¬†ist ein Bestandteil der Hanfpflanze, das aber ebenfalls in √§hnlicher Form auch in anderen Pflanzen vorkommt. Im¬†Gegensatz¬†zu¬†CBD¬†enth√§lt THC¬†psychoaktive¬†Stoffe, die einen ‚ÄěRausch‚Äú ausl√∂sen k√∂nnen. Das gewonnene CBD oder THC aus Hanf ist allerdings um ein Vielfaches st√§rker als das CBD aus den folgenden Pflanzen.

1. Echinacea purpurea ‚Äď Sonnenhut

Bekannt ist der Sonnenhut allgemein als Heilpflanze. Sein unverwechselbares Aussehen l√§sst ihn leicht auch unter anderen Blumenarten erkennen. Er geh√∂rt zu den Korbbl√ľtengew√§chsen und ist mit seinen purpurnen Bl√ľtenbl√§ttern und einem gro√üen, schwarzen Bl√ľtenkorb un√ľbersehbar. Einige Arten k√∂nnen bis zu 140 cm gro√ü werden.

Echinacea wird √ľblicherweise gegen Erk√§ltungssymptome eingesetzt und kann in Apotheken frei verk√§uflich erworben werden. Sonnenhut soll ebenfalls gegen M√ľdigkeit und auch gegen Migr√§ne helfen. Der Inhaltsstoff¬†Cannabino-Mimetika¬†wirkt √§hnlich wie CBD, es treten aber keinerlei¬†psychomimetische¬†Effekte (keine bewusstseinsver√§ndernden Substanzen) auf.

Der Sonnenhut ist ein homöopathisches Medikament und kann erst nach einer längeren Einnahmephase seine Wirkung zeigen.

2. Piper nigrum ‚Äď schwarzer (echter) Pfeffer

Pfeffer ist eine Kletterpflanze, die vorrangig in Indien zu Hause ist. Dort wurden auch die ‚Äěheilenden Kr√§fte‚Äú dieser Pflanze entdeckt. Die √Ėle enthalten Beta-Caryophyllen, kurz BCP. BCP ist √§hnlich wie CBD aufgebaut und wirkt auf unser Endocannabinoid-System (ein Teil unseres Nervensystems).

BCP soll anti-entz√ľndliche Wirkungen haben und auf den K√∂rper belebend wirken, den Appetit sowie die Verdauung f√∂rdern. Aus unserer K√ľche ist Pfeffer nicht mehr wegzudenken, aber er sollte nicht als reines Nahrungserg√§nzungsmittel eingenommen werden.

3. Helichrysum¬†‚ÄstStrohblume

Die Strohblume ist beliebt als ‚Äěunsterbliche‚Äú Blume in Trockenstr√§u√üen. Ihr Geruch ist sehr angenehm und in vielen Parfums enthalten. Das¬†Cannabigerol¬†(CBG) ist der Struktur von CBD √§hnlich und wurde bereits in der Hanfpflanze nachgewiesen. CBG ist ein stark stimmungsaufhellender Wirkstoff. CBG-Pr√§parate k√∂nnen im Internet oder in Apotheken unter dem Namen ‚ÄěImmortelle‚Äú gekauft werden.

4. Radula¬†marginata¬†‚ÄstLebermoos

Lebermoos ist in Neuseeland urspr√ľnglich beheimatet. Die Bl√§tter dieser Pflanze sehen ein wenig wie das Organ Leber aus, daher wurde die Pflanze als Aufguss oder Tinktur bei Leber- und Gallenproblemen gegeben. Gleiches mit Gleichem heilen, war im Mittelalter als medizinischer Begriff bekannt. Der Wirkstoff, der dem THC √§hnelt, wird Perrottetins√§ure genannt.

Als Tropfen ist Lebermoos bereits frei verkäuflich zu erhalten. Angeblich werden die Rauscheffekte nur bei einer bestimmtem Lebermoosart, der Gattung Radula oder Kratzmoos, erzielt. Allerdings werden diese Moose nicht in Deutschland zum Verkauf angeboten. Daher ist besonders viel Vorsicht geboten, sofern man das Moos in der Natur selber suchen möchte.

5. Acmella¬†oleracea¬†‚ÄstJamb√ļ¬†oder Zahnschmerzpflanze

Diese¬†kleine Pflanze geh√∂rt ebenfalls zu den Korbbl√ľtengew√§chsen und ist vermutlich in Peru zu Hause. Die Pflanze hat kleine gelbe Bl√ľten und herzf√∂rmige, eingekerbte Bl√§tter. Diese Bl√§tter werden verwendet, um eine schmerzstillende Salbe oder einen Trank herzustellen. Der Trank wurde dann gegen Zahnschmerzen vorrangig verzehrt bzw. die Salbe auf die schmerzende Stelle getupft.

Es gibt Speisen, die in Brasilien aus den Bl√§ttern hergestellt werden, diese Mahlzeiten k√∂nnen ein prickelndes, leicht bet√§ubendes Gef√ľhl auf der Zunge verursachen. Dies kann einem Europ√§er beim Verzehr eher als unangenehm auffallen. Der Inhaltsstoff des Jambu der diese Wirkung hat, hei√üt Spilanthol. In wissenschaftlichen Studien ist bewiesen, dass¬†Spilanthol¬†auf dieselben Rezeptoren in unserem Endocannabinoid-System wirken wie CBD.

Nicht auf eigene Initiative in der Natur nach Moosen oder anderen Pflanzen suchen. Es gibt Heilpflanzenkundler die behilflich sein können und ausschließen können, dass die Pflanzen giftig sind.

Zusammenfassung

Viele Heilpflanzen die uns im Alltag begegnen enthalten CBD oder CBD/THC-ähnliche Stoffe. Es sind aber nicht immer umfangreiche Forschungsergebnisse vorhanden. Bei den meisten Medikamenten bzw. Heilpflanzen handelt es sich um in der Homöopathie bereits bekannte Medikationen, die durch Überlieferung bis in die heutige Zeit Bestand haben.

Man sollte sich immer viel Zeit nehmen, um die Wirkungsweise dieser Pflanzen sp√ľrbar zu erleben. Aber auch bei diesen Mitteln gilt, die Dosis macht das Gift. Nur so viel verwenden, wie es auf den¬†Beipackzetteln¬†beschrieben ist. Wenn es keinerlei Informationen zu den Pflanzen gibt, lieber den Rat eines Experten einholen.

Artikelbild: Formatoriginal / Bigstock.com

WC#673#MOD#11.07.2022#PUB#10.03.2020#AMK##CAT#CBD,Gesundheit#TAG##

Wir m√∂chten Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte auf unserer Webseite keine Heilversprechen beinhalten und auch keine Erfolgsgarantie gew√§hren k√∂nnen. Die Inhalte dienen der neutralen Information sowie der Weiterbildung. Unsere Beitr√§ge k√∂nnen, trotz sorgf√§ltiger Recherche und pr√ľfen aktueller Studien, keine fachliche Beratung durch einen Arzt ersetzen. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Krankheiten immer den Arzt oder Apotheker.

√Ąhnliche Beitr√§ge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert