Warum Profisportler und Athleten ihre Ibuprofen wegen CBD wegschmeißen

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Ende des Jahres 2017 entschloss sich die Welt-Doping-Agentur (WADA), Cannabidiol auch im Sport zuzulassen und nahm es von der Dopingliste. Seitdem greifen immer mehr Sportler zu dem Bestandteil der Hanfpflanze, um ihre Schmerzen nicht mehr mit nebenwirkungsreichen Medikamenten zu behandeln. Doch nicht nur CBD hat zahlreiche Vorteile, auch die weiteren natürlichen Inhaltsstoffe in Vollsprektrumsölen können bei Sportlern positiv wirken.

Namhafte Sportler: CBD als Alternative zu anderen Schmerzmitteln

„Ich habe es für ein paar Wochen genommen und es gab sofort einen spürbaren Unterschied“, schildert Radprofi Andrew Talansky in einem Interview im Mai 2018 über seine erste CBD-Erfahrung. Der 29-Jährige wechselte zuvor in die Disziplin des Triathlons und entdeckte ganz neue Muskeln an seinem Körper, die ständig schmerzten und sich entzündeten. Statt zu Schmerzmitteln wie Ibuprofen griff er zu Cannabidiol, dass er bereits nach einer starken Hüftbeugerbelastung einsetzte. Die Wirkung überzeugte Talansky: „Und es war nicht nur so, dass sich meine Hüfte besser anfühlte. Ich war weniger besorgt und habe besser geschlafen.“

Der Radprofi steht damit längst nicht mehr allein da. Immer mehr Profisportler greifen zu dem Extrakt aus der Hanfpflanze, um ihre Beschwerden und Schmerzen zu lindern. Unter ihnen sind beispielsweise in Amerika UFC-Star Nate Diaz, der Ultraläufer Avery Collins, Profigolfer Bubba Watson und der Mountainbiker Teal Stetson-Lee. Auch in der National Football League (NFL) ist CBD längst verbreitet – rund 90 Prozent aller Spieler nutzen Medienberichten zufolge Cannabidiol.

So mancher Spieler musste dabei einen Umweg gehen, denn die NFL erkannte Cannabis nicht als natürliches Schmerzmittel an. Mike James nahm hier eine Vorreiter-Rolle ein und beantragte eine Ausnahmegenehmigung, der schließlich stattgegeben wurde. Für Mike James war dies mehr als ein wichtiges Signal: Der Spieler drohte nach einer Operation am Knöchel in die Suchtspirale durch Schmerzmittel abzudriften. In der Basketballliga ist CBD ebenfalls verbreitet und das nicht nur wegen der schmerzlindernden Wirkung: Boston Celtics Spieler Paul Pierce konnte sogar seine Angststörung damit lindern.

Auch in Deutschland bekennen sich immer mehr Sportler zu CBD, unter ihnen der Kampfsportler aus Magdeburg Niklas Stolze, der CBD-Produkte für seine Regeneration nutzt.

Diese Vorteile bringt CBD für Profisportler und Athleten

Doch warum bevorzugen die Athleten Cannabidiol? Das liegt an den vielen Vorteilen, die CBD gegenüber herkömmlichen Schmerzmitteln hat, die oft mit zahlreichen Nebenwirkungen einhergehen und auch das Potenzial zur Sucht haben. Cannabidiol ist ein Bestandteil der Hanfpflanze, ein sogenanntes Phytocannabinoid, das im menschlichen Organismus auf das Endocannabinoid-System wirkt. Hier werden Empfindungen wie unter anderem Schmerzen oder Angst gesteuert. Cannabidiol hat damit zahlreiche Auswirkungen, von denen Sportler profitieren können:

  • schmerzlindernde Wirkung
  • entzündungshemmende Eigenschaften
  • bessere Regeneration
  • verbesserter Schlaf und Erholung
  • angstlösende Eigenschaft
  • kann den Appetit zügeln

CBD bietet sich daher für Sportler an, um Schmerzen zu lindern, die Muskeln in der Regenerationsphase zu unterstützen und hilft auch außerhalb des Trainings bei der Gewichtskontrolle durch seine Eigenschaft, den Appetit zügeln zu können. Viele Sportler berichten auch von einem verbesserten Schlaf und gelinderten Stress beispielsweise vor einem wichtigen Wettkampf.

Gegenüber anderen Schmerzmitteln hat Cannabidiol zahlreiche Vorteile. Von der Weltgesundheitsorganisation wurde CBD eine gute Verträglichkeit bescheinigt. Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, verminderter Appetit oder ein trockener Mund können zwar auftreten, sind aber selten und gering. Die Liste der Nebenwirkung von Ibuprofen hingegen ist deutlich länger: Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Verstopfungen, Durchfälle und sogar Blutungen im Magen-Darm-Bereich sind nur einige von ihnen.

Hanföl bringt je nach Herstellung auch weitere Inhaltsstoffe neben CBD mit sich. Vor allem die ungesättigten Fettsäuren, aber auch Eisen, Kalzium und Kalium können die Muskeln von Sportler unterstützen. Gamma-Linolensäure, Mangan, Kupfer, Natrium, Zink und die Vitamine E, B1 und B2 sind ebenfalls wertvolle Inhaltsstoffe für Sportler.

CBD: Erlaubte Alternative auch im Sport

Cannabidiol war lange Zeit auf der Liste der verbotenen Stoffe. Doch seit dem 1. Januar 2018 ist es von der Doping-Liste gestrichen und ist seither sportrechtlich legal. Die rechtliche Verkaufslage in Deutschland ist noch nicht final entschieden – hier tobt ein Streit darum, ob CBD beispielsweise einer Zulassung als Novel Food bedarf oder frei verkäuflich ist. CBD-Angebote vor allem als Öl sind dennoch weit verbreitet auf dem Markt.

Doch Vorsicht: Nicht jedes CBD-Produkt ist für Sportler unbedenklich. Denn THC ist weiterhin ein verbotener Stoff, sowohl rechtlich als auch sportrechtlich. Tetrahydrocannabinol (THC) ist ein weiterer Bestandteil der Hanfpflanze und steht nach wie vor auf der Dopingliste. Zudem fällt es unter das Betäubungsmittelgesetz. Jedoch sind Produkte, die einen Höchstwert an THC nicht überschreiten, im Verkauf erlaubt: Dieser liegt bei 0,2 Prozent THC in der verwendeten Nutzhanfpflanze.

Daher sind Produkte auf dem freien Markt erhältlich, die auch geringe Mengen von THC enthalten, die Sportler zum Verhängnis werden können. Athleten sollten daher darauf achten, ein Produkt zu wählen, das garantiert und zertifiziert frei von THC ist.

Wirkung bewiesen: Die aktuelle Forschungslage zu CBD

Die wissenschaftliche Forschung zur Wirkung von Cannabidiol ist erst in den Anfängen. Doch konnten Studien bereits die positiven Effekte von CBD nachweisen. Wissenschaftler der Universität von Kentucky zeigten beispielsweise bereits im Jahr 2016 die Reduzierung von Entzündungen und allgemeinen Schmerzen bei Ratten. Auch eine signifikante Beteiligung bei der Heilung von Knochen konnten die Forscher belegen.

Bereits im September 2014 zeigte eine Studie auf, dass CBD eine sebostatische und entzündungshemmende Wirkung auf den Menschen hat. Auch Untersuchungen zur Wirkung von Cannabidiol auf Angstzustände und Schlaf haben bereits gezeigt, dass CBD Angst verringern und zu einem besseren Schlaf führen kann. All diese Belege sind vorteilhaft für Sportler, weswegen auch führende Experten der Sportmedizin inzwischen auf CBD aufmerksam werden: „Dennoch lohnt sich ein Blick in mögliche Einsatzbereiche, die für Freizeit- und Breitensportler bei Verletzungen von Bedeutung sein können“, heißt es in einem Artikel der Zeitschrift Sportmedizin.

Die Studienlage ist jedoch noch nicht ausführlich. Aussagen zu Langzeitwirkungen können derzeit noch nicht getroffen werden. Hier und in anderen Bereichen sind weitere Untersuchungen abzuwarten.

Aktuell gibt es noch keine wissenschaftliche Einigung darüber, wie wirksam CBD im Vergleich zu Medikamenten wie Ibuprofen oder Naproxen ist – jedoch sind weitere Studien in Arbeit. Allein in der USA werden die Vorteile von CBD derzeit in 20 klinischen Studien untersucht. Die Universität von Miami investiert dabei beispiellose 16 Millionen Dollar.

Vor dem Kauf: Sportler sollten auf die Herkunft des Produkts achten

Wer sich die Wirkungen von CBD für sein Sporttraining zunutze machen will, sollte jedoch Vorsicht bei der Auswahl des richtigen Produkts walten lassen. Denn es fehlt an Industriestandards, weswegen auf dem Markt zahlreiche Produkte vorhanden sind, deren Inhaltsstoffe nicht immer richtig auf dem Etikett angegeben sind. Gerade im Sportbereich ist das Wissen darüber jedoch essenziell. Daher sollten Sportler unbedingt auf Tests und Zertifikate achten. Hochwertige Produkte sind in unabhängigen Labors geprüft und stellen ihre Bestandteile transparent dar.

Radsportprofi Talansky beispielsweise bezieht sein CBD-Produkt von einem Sportkollegen: Radprofi Floyd Landis hat ein Unternehmen ins Leben gerufen, dass CBD-Produkte in höchster Qualität anbietet und aufgrund dessen Reinheit vor allem für Sportler anbietet. Denn auch Landis hat CBD längst für sich entdeckt. Der Tour-de-France-Sieger von 2006 nutzt CBD, um die Schmerzen eines Hüftersatzes zu lindern. „Es ist das Einzige, was ich jetzt nutze“, sagt der Profisportler im Interview. Für ihn sei CBD die bessere Option, wenn die Einnahme anderer Schmerzmittel zugunsten einer natürlichen Lösung abgebrochen werden kann.

Zusammenfassung

CBD hat zahlreiche Vorteile, die Sportler sich zu nutzen machen können. Im Gegensatz zu Medikamenten mit vielen Nebenwirkungen kann Cannabidiol Schmerzen auf natürliche Art lindern. Aber auch für die Regeneration von Muskeln, einen verbesserten Schlaf oder die Stressreduzierung vor einem wichtigen Wettkampf kann CBD hilfreich sein.

Quellen und weiterführende Links

Artikelbild: lzf / Envato

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