Kalte Füße: 8 Tipps, die gegen Eisfüße helfen

Schneematsch, Näße und Eis sind die Hauptursache für kalte Füße

Im Winter kämpfen viele Menschen mit kalten Füßen und einer zu schwachen Durchblutung der Gliedmaßen. Gerade bei Frauen treten Eisfüße häufig auf, da der weibliche Körper weniger Muskeln als Männer besitzt. Dabei wird das Frieren an Zehen und Füßen nicht nur von Kälte oder Nässe ausgelöst, sondern kann auch als Symptom einer Krankheit auftreten. Mit 8 cleveren Tipps, die gegen Eisfüße helfen, können Sie die fehlende Wärme aber ausgleichen und die Körpertemperatur stabil halten.

Was passiert im Körper bei kalten Füßen?

Wenn Sie unter Eisfüßen leiden und bis zu den Zehen hin frieren, hängt dies vor allem mit fehlender Körperwärme zusammen. Bei einem Absinken der Körpertemperatur soll die Körpermitte mit den wichtigen Organen des Menschen geschützt werden, weshalb Wärme aus den Extremitäten abgezogen wird. Dazu werden die Gefäße der Gliedmaßen verengt, so dass der Blutfluss zu Händen oder Füßen schwieriger wird. Damit ist die Blutzirkulation für Herz oder Gehirn gewährleistet, auch wenn Sie dafür an den Füßen frieren oder die Muskeln zittern.

Sobald die Körpertemperatur erneut auf normalem Niveau angelangt ist, wird die Blutzufuhr der Extremitäten wieder aufgenommen und die Wärme kehrt dort zurück. Dabei darf die Blutversorgung aber keinesfalls über längere Zeit komplett ausbleiben, ansonsten droht das Risiko eines Absterbens von Fingern oder Zehen. Deshalb sollten Sie gegen kalte Füße gleich Maßnahmen ergreifen, um diese Gefahren ganz auszuschließen.

Ursachen für Eisfüße

Die häufigsten Ursachen für kalte Füße sind Kälte oder Nässe, die vor allem im Winter auftreten und dafür sorgen, dass die Körperwärme sinkt und ausgeglichen werden muss. Diesen Auslösern für Eisfüße können Sie mit einfachen Tipps entgegentreten, indem Sie warm und trocken bleiben. So bleibt die Körpertemperatur stabil und unterliegt keinen Schwankungen.

Passendes Schuhwerk ist Pflicht im Winter
Passendes Schuhwerk ist im Winter Pflicht. Je nach Witterung eignet sich wasserundurchlässiges oder warm gefüttertes Schuhwerk.

Auslöser für Eisfüße können jedoch auch Krankheiten sein, bei denen erkaltete Füße zu den typischen Symptomen gehören. Unter anderem aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Arterien bei einer Verschlusskrankheit oder Hypotonie (niedrigem Blutdruck) treten frierende Füße auf.  Sollten Sie daher mit den Tipps keine Verbesserung bei kalten Füßen erkennen, kann eine Untersuchung bei Ihrem Arzt sicherstellen, dass keine Krankheit dahintersteckt.

Gerade wenn zum Eisfuß noch weitere Symptome wie Krämpfe hinzukommen, sollten Sie die Anzeichen für eine ernste Erkrankung keinesfalls ignorieren, sondern medizinische Hilfe suchen. Möglich ist ebenfalls, dass kalte Füße als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten, die Sie einnehmen. Unter anderem Mittel gegen zu hohen Blutdruck erzielen ihre Wirkung durch das Verengen von Blutgefäßen und beeinflussen das Nervensystem, worunter die Blutversorgung für Zehen und Füße leidet.

Krankheiten mit Eisfüßen als Symptom:

  • Hormon- oder Nervenstörungen, unter anderem Schilddrüsenunterfunktion
  • Gefäßverkalkung (Arteriosklerose)
  • Durchblutungsstörungen, zum Beispiel Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)
  • Raynaud Syndrom
  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Magnesiummangel

Bei Krankheiten unbedingt auf ärztlichen Rat achten!

Die Tipps gegen kalte Füße in diesem Artikel beziehen sich vor allem auf fehlende Körperwärme, die durch Kälte oder Nässe ausgelöst wurde. Bei Eisfüßen als Symptom von Krankheiten sollten Sie sich auf medizinischen Rat verlassen und Maßnahmen vorher mit Ihrem Arzt absprechen.

Warme Füße können Erkrankungen vorbeugen

Kalte Füße treten nicht nur als Symptom von Krankheiten auf, sondern können ebenfalls selbst Erkrankungen begünstigen. Grund dafür ist, dass bei mangelhafter Durchblutung der Eisfüße das Immunsystem des Körpers nicht richtig arbeiten kann und Erkältungen leichteres Spiel haben. Deshalb sollten Sie vor allem bei Aktivitäten im Freien darauf achten, dass Ihre Füße und der Rest des Körpers warm bleiben. Falls Sie doch merken, dass Sie frieren oder nass geworden sind, hilft es, wenn Sie schnell das Innere aufsuchen und sich dort aufwärmen oder trocknen.

Je länger Sie nasse oder kalte Füße behalten, desto größer ist das Risiko einer Schwächung des Immunsystems und einer anschließenden Erkältung. Gerade kälteempfindliche Personen sollten Ihren Aufenthalt draußen bei niedrigen Temperaturen auf kurze Zeiträume beschränken, um zu verhindern, dass die Körpertemperatur zu stark absinkt.

8 Tipps, die gegen Eisfüße helfen

Passende Kleidung sorgt für gleichmäßige Körpertemperatur

Um Kälte von außen keine Chance zu lassen, ist die richtige Kleidung zuhause wichtig, damit der Körper auf der richtigen Temperatur gehalten wird. Dabei sollten Sie neben Hausschuhen oder Socken, die Zehen und Sohlen direkt schützen, für den Rest des Körpers ebenfalls warme Bekleidung anziehen. Falls Ihr Kälteempfinden besonders ausgeprägt ist, kann auch in der eigenen Wohnung eine Mütze oder Handschuhe Sinn machen, wenn Sie trotz Heizung die Eisfüße nicht loswerden. Wie viele Kleidungsschichten nötig sind, damit Sie warm bleiben, hängt dabei von Ihrer persönlichen Kälteempfindlichkeit ab.

Durchblutung von Zehen und Füßen verbessern

Um die Durchblutung zu verbessern und neben der Körpermitte ebenfalls die Extremitäten mit gleichmäßigem Blutfluss zu versorgen, kann der Lebensstil ein Faktor sein. So ist bekannt, dass Stress sich nicht nur auf die Psyche, sondern auch auf den Körper selbst auswirken kann. Wenn die Eisfüße daher in Verbindung mit einer großen psychologischen Belastung stehen, sollten Sie versuchen stressige Situationen zu vermeiden und versuchen, sich mit Meditationsübungen zu entspannen.

Weiterhin hilft eine gesunde Ernährung, die Balance zu wahren und sorgt dafür, dass der Körper genügend Nährstoffe zu sich nimmt, so dass etwa kein Magnesiummangel auftreten kann. Genügend Flüssigkeit ist ebenfalls ein Faktor, um kalte Füße loszuwerden, weshalb Sie täglich genügend trinken sollten. Empfohlen wird ein Minimum von 1,5 Litern, das Sie auf den Tag gleichmäßig verteilen sollten, damit eine funktionierende Blutzirkulation gewährleistet ist. Dabei können Sie die Flüssigkeitszufuhr mit dem Aufwärmen des Körpers verbinden und durch einen heißen Tee oder andere warme Getränke die Körperwärme steigern.

Fußmassage hilft bei verengten Blutgefäßen

Ein regelmäßiges Fußbad und Massagen helfen dabei, die Durchblutung zu verbessern
Ein regelmäßiges Fußbad und Massagen helfen dabei, die Durchblutung zu verbessern / © Daria Kulkova (Bigstockphoto.com)

Neben den allgemeinen Tipps, um die Durchblutung der Gliedmaßen zu verbessern, können Sie ebenfalls gezielt die Blutversorgung an den Füßen durch eine Massage fördern. Dabei sollten Sie die gesamte Muskulatur des Fußes sorgsam massieren und sorgen so dafür, dass verengte Blutgefäße sich erweitern und sich die Blutversorgung verbessert. Noch besser als Fußmassagen von Hand hilft ein Igelball, der den Blutfluss im Zeh oder in der Ferse steigern und Eisfüße vermeiden kann. Verwenden können Sie den Massageball unter anderem abends auf der Couch oder vor dem Einschlafen im Bett, wodurch Sie für die Fußmassage keine Extrazeit einplanen müssen.

Igelball kann ebenfalls für andere Körperregionen eingesetzt werden.

Nicht nur für kalte Füße, sondern auch für eisige Hände oder einen verspannten Rücken kann der Igelball verwendet werden. Damit können Sie Körperbereiche mit Schmerzen oder Verspannungen locker massieren und in Kürze Verbesserungen feststellen.

Bekannte Hausmittel einsetzen

Eisfüße sind kein modernes Symptom, sondern traten schon vor mehreren Hundert Jahren bei Menschen auf. Deshalb können Sie bei kalten Füßen auf einige Hausmittel setzen, die sich als schnelle Lösung bewährt haben. Bei verengten Gefäßen hilft etwa ein warmes Fußbad, das durch heißes Wasser eine bessere Blutversorgung ermöglicht. Die Erweiterung der Blutgefäße hält allerdings nur kurze Zeit nach Ende des Bades an, so dass Sie dies zum Beispiel kurz vor dem Schlafen probieren sollten.

Damit Sie in der Nacht nicht mit kalten Füßen aufwachen, können Sie eine Wärmflasche mit ins Bett nehmen. Mit der Wärmflasche wird die Durchblutung der Gefäße an den Füßen bis zum Morgen gestärkt und der ganze Körper warmgehalten. Auch eine scharfe Ernährung kann als Hausmittel für Eisfüße eingesetzt werden, wenn Sie Gewürze wie Chili oder Pfeffer problemlos vertragen. Dadurch werden die Verengungen an den Blutgefäßen gelockert, was gerade vor dem Zubettgehen einen deutlichen Unterschied ausmachen kann.

Probieren Sie am besten aus, welches Hausmittel Ihnen am meisten hilft und experimentieren Sie auch mit verschiedenen Wassertemperaturen beim Fußbad oder unterschiedlichen Gewürzen für das scharfe Essen, um Ihre kalten Füße loszuwerden.

Mit Bewegung den Kreislauf in Schwung bringen

Wenn die Durchblutung in den Füßen stockt, können Sport und Fitness dafür sorgen, dass der Kreislauf neuen Antrieb erhält. Dabei können Sie mit Zehengymnastik gezielt die Blutversorgung der empfindlichen Fußbereiche verbessern und eine bessere Verteilung der Körperwärme erreichen. Die Zehengymnastik können Sie sogar im Schuh durchführen, so dass Sie auch unterwegs mit unbemerkten Übungen die Füße besser mit Blut versorgen können.

Zuhause sind zudem Yoga-Übungen eine gute Wahl und helfen nicht nur bei Eisfüßen, sondern stärken den gesamten Körper. Dafür brauchen Sie lediglich etwas Platz und merken bereits nach wenigen Minuten, wie sich Ihre Muskulatur entspannt.

Yoga ist nicht nur aufgrund des positiven Effekts auf die körperliche Gesundheit sehr beliebt, sondern kann ebenfalls den Stress des Alltags abbauen. Damit bringen Sie Körper und Seele in Einklang, um gesund zu bleiben.

Warme Socken schützen die Füße

Eisfüße unterwegs treten besonders dann auf, wenn die Socken Kälte oder Feuchtigkeit nicht richtig von den Füßen fernhalten. Dabei sollten sowohl Zehen, Sohlen als auch Ferse vom Material geschützt werden, da sich ansonsten die Kälte in einem Bereich des Fußes auf andere Teile überträgt. Welche Stoffe Sie für die Socken auswählen, hängt von Ihren Aktivitäten draußen ab.

Bei Jogging, Radfahren oder Wandern muss das Material neben dem Kälteschutz auch guten Komfort bieten, so dass selbst bei längerem Sporttreiben keine Einschränkungen auftreten. Für Spaziergänge mit dem Hund bei Minustemperaturen sind dagegen besonders dicke Socken, die zuverlässig warmhalten, erste Wahl. Bei Problemen mit Schweißfüßen können Sie auf saugfähige Socken setzen, deren Material den Schweiß aufnimmt und verhindert, dass Ihre Füße nass werden.

Festes Schuhwerk wehrt Kälte und Nässe ab

Neben den Socken hilft auch das richtige Schuhwerk, damit Sie Eisfüße beim Wandern oder einem längeren Spaziergang vermeiden. Wichtig ist besonders, dass Sohlen und Außenseiten der Schuhe keine Feuchtigkeit und Kälte durchlassen, wodurch Ihre Füße vor dem Wetter geschützt sind. Gerade beim Laufen in der Natur muss das Schuhwerk zudem optimal sitzen, denn ansonsten vermeiden Sie womöglich Eisfüße, müssen sich aber stattdessen über Blasen an den Fersen ärgern.

Thermosohlen halten bei kaltem Wetter warm

Kalte Füße: 8 Tipps, die gegen Eisfüße helfen
Schneematsch, Näße und Eis sind die Hauptursache für kalte Füße / © julianeroznak (Bigstockphoto.com)
Ein Geheimtipp sind zusätzlich Thermosohlen in den Schuhen, die kalte Füße von den Fußsohlen her aufwärmen. Sehr gut funktionieren die Einlagen mit warmen Socken und lassen sich mit fast allen Schuhtypen verwenden. Mithilfe der Thermosohlen fördern Sie die Durchblutung und können sich so auch bei eisigen Temperaturen eine Weile im Freien aufhalten. Neben einfachen Sohlen aus Lammfell oder Alpaka Filz finden sich ebenfalls beheizbare Einlegsohlen auf dem Markt, die durch mehrere Heizstufen besonderen Komfort ermöglichen.

Zusammenfassung

Kalte Füße sind vor allem bei Frauen im Winter ein Problem, das sich durch eine Kombination aus Bewegung, Hausmitteln und richtiger Kleidung jedoch oft lösen lässt. Damit wird vermieden, dass den Gliedmaßen Körperwärme entzogen und die Blutzufuhr zu den Füßen eingeschränkt wird. Eisfüße können aber auch ein Symptom von Krankheiten sein, so dass Sie bei anhaltenden Problemen den Rat eines Arztes hinzuziehen sollten.

Artikelbild: © Maridav / Bigstock.com
Passendes Schuhwerk ist Pflicht im Winter / © Elena Abrazhevich (Bigstockphoto.com)

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