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Yoga-Arten im Check: Welcher Stil passt zu mir?

Im ersten Moment werden dem Leser die Begriffe Hatha, Vinyasa oder Kundalini nichts sagen. Es handelt sich hierbei um verschiedene Yogaarten, die jede für sich ihre Besonderheiten haben. Möchte man mit Yoga beginnen, sollte man im Vorfeld herausfinden, welcher Yogastil zu einem passt.

Man kann wählen zwischen den traditionellen Ausrichtungen und Meditationen oder den modernen Varianten des Yogas. Gerade bei Letzteren kommt man richtig ins Schwitzen. Yoga kann ruhig und fließend, aber auch kraftvoll und dynamisch sein.

Was genau ist Yoga?

Bei Yoga handelt es sich um eine jahrhundertealte Tradition, die immer weiterentwickelt wird. Yoga, wie man es heute kennt, wird sehr vielseitig eingesetzt. Man nutzt es

  • zum Stressabbau,
  • zur Körperdefinition,
  • um den Kopf frei zu bekommen.

Benötigt werden zur Ausführung lediglich eine Yogamatte und bequeme Kleidung. Schon kann man seine erste Yogastunde absolvieren. So kann man schon bereits am Morgen den Sonnengruß vollziehen und gestärkt in den Tag starten.

Bis zum heutigen Tage gibt es etwa 130 verschiedene Yogaformen. In erster Linie besteht Yoga aus der Körperhaltung (Asanas), der Atmung (Pranayama) und Meditationstechniken. Die Asanas sind in der Asana festgelegt. Das Ziel von Yoga ist, dass man den Körper und den Geist in Einklang bringt und sich dabei vollständig entspannen kann.

Am Ende der Yogastunde sollte man in Ruhehaltung (Shavasana) vollständig entspannen. Bei einigen Yogastilen wird dabei auf langes Halten und auf intensive Atemübungen gesetzt, während bei anderen Yogaformen die dynamischen Abläufe im Vordergrund stehen, die die Muskeln fordern sollen.

Selvaranjan Yesudian war ein sehr bekannter Yogalehrer aus Südindien, der in der Schweiz lebte. Er hat viele Bücher über die verschiedenen Arten des Yoga und die Yogapraxis geschrieben.

Sportliche Yogaarten

Bei den folgenden Yogaarten wird man richtig gefordert:

Das Ashtanga-Yoga

Der Schwerpunkt bei diesem Yogastil liegt auf der Konzentration und der richtigen Atemtechnik. Man kommt bei dieser Yogaform mächtig ins Schwitzen. Dabei wird die Durchblutung, die Fettverbrennung und der Lymphfluss angeregt. Möchte man sich gerne auspowern und hat keine Bedenken wegen der Anstrengung, dann ist dies der richtige Yogaweg.

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Das Jivamukti-Yoga

Solch eine Yogastunde basiert auf schweißtreibenden und intensiven Körperübungen. Die meist dynamischen Elemente werden fließend zu Musik ausgeführt. Hierzu wurde auch ein Buch der Befreiung geschrieben. Die Rede ist vom Jivamukti Buch.

Das Power-Yoga

Wie der Name schon vermuten lässt, wird man bei dieser Art des Yoga die Spiritualität vergebens suchen. Statt der verschiedenen Mantren und der Meditiation soll der Körper an seine Grenzen gebracht werden. Das Power-Yoga basiert aus den Elementen des Ashtanga-Yoga. Hier werden die kraftvollen Übungen mit bewussten Atemtechniken ausgeführt.

Das Bikram-Yoga

Ein weiterer Name für das Bikram-Yoga ist auch Hot-Yoga, denn es ist genau das richtige für alle Sauna-Liebhaber. Trainiert wird bei Raumtemperaturen von 35 bis 40 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent. Durch die hohen Temperaturen sollen die Muskeln und Sehnen angeregt werden. Durch das Schwitzen kann man den Körper entgiften.

Das Iygenar-Yoga

Durch Zuhilfenahme von Gurten, Klötzen und Stühlen soll die Nacken- und Rückenmuskulatur gestärkt werden. Dies hilft Verspannungen, Fehlhaltungen und Schmerzen zu vermeiden.

Das Anti-Gravity-Yoga

Bekannt ist dieser Yogastil auch unter dem Namen Aerial-Yoga und erinnert ein wenig an die Luftakrobatik. Während der Yogastunde baumelnd man von Tüchern gehalten kopfüber von der Decke. Da man sich ständig ausbalancieren muss, wird die Tiefenmuskulatur gestärkt, denn durch das auf den Kopf stehen wird der Stoffwechsel angeregt, was wiederum für den Hormonhaushalt gut ist. Bei dieser Yogaform schont man die Gelenke, da man schwebt und kein Gewicht auf die Gelenke drückt.

Yoga-Arten

Yoga Welcher Stil passt zu mir ?

Entspannte Yogakurse

Wählt man einen Yogastil, um zu entspannen, sollte man sich diese Yogastile anschauen.

Das Hatha-Yoga

Diese Yogaart ist ideal für Einsteiger und Menschen, die weniger fit sind. Sehr wichtig bei diesem Yogastil sind Meditation und Atemübungen. Eine solche Yogastunde ist gut für das Herz, den Kreislauf und dient zum Stressabbau. Zu dieser Yogaart zählt auch das Iyengar Yoga. Übrigens ist das Hatha-Yoga das Fundament aller Yogaarten und stammt aus der Hathayogapradibika, eine Yogaschrift, die ihre Wurzeln im 14. Jahrhundert hat.  Hierbei wurde zwischen den spirituellen Praktiken (Raja-Yoga) und der physischen Praxis (Hatha-Yoga) unterschieden.

Das Kundalini-Yoga

Der Yogalehrer achtet hierbei auf meditative Atemtechniken und spirituelle Formen. Im Rahmen des Trainings singt man die verschiedenen Mantras, denn die sollen den Geist in Einklang bringen.

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Das Luna-Yoga

Diese Art Yoga ist gezielt für Frauen gedacht, denn die Übungen sind speziell auf den weiblichen Körper ausgerichtet. Bei den Übungen soll die Beckenbodenmuskulatur gestärkt werden, damit die Hormone reguliert und der weibliche Zyklus positiv angeregt wird. Bei dieser Yogaform werden spezielle Reflexzonen stimuliert, sodass die Sexualorgane eine Art Tiefenentspannung erfahren.

Das Anusara-Yoga

Diese Yogaform ist optimal für alle, die den ganzen Tag am Schreibtisch verbringen müssen, denn durch die präzisen Übungen kann man Fehlhaltungen durch einen Bewegungsmangel ausgleichen. Die individuelle Anatomie des Yogis steht hierbei immer im Vordergrund.

Das intuitive Yoga

Diese Yogaart wirkt sehr entspannend auf Körper und Geist, denn man lernt durch die ruhigen und sanften Übungen das Loslassen, sich Zeit zu nehmen und dabei vollkommen abzuschalten.

Weitere Yogastile

Neben den bereits erwähnten gibt es noch weitere Yogastile:

Das Vinyasa-Yoga

Bei dieser Yogarichtung sollen die Asanas fließen und in Verbindung mit der Technik des Atems ausgeführt werden. Man kommt in den Fluss, der den Körper harmonisiert. Jedoch darf man durch den schnellen Wechsel von dynamischen Bewegungen und der Dehnung nicht überfordert sein, sondern war es das mit der Harmonie. Es gibt hierbei verschiedene Schwierigkeitsstufen.

Das Acro-Yoga

Das Acro-Yoga vermittelt den größten Spaß-Faktor, denn die verschiedenen Übungen in der Abfolge werden meist mit einem Partner gemeinsam ausgeführt. Dabei ist Vertrauen das Wichtigste, denn man muss sich jederzeit auf seinen Partner verlassen können.

 Das Hormon-Yoga

Diese Yogaart ist ebenfalls auf den weiblichen Körper ausgerichtet und soll harmonisierend wirken. Sie ist optimal für Frauen in den Wechseljahren, Frauen mit Hormonschwankungen oder Frauen mit Kinderwunsch. Leidet man an Endomitriose, Osteoporose, Innenohrentzündungen, Bauchschmerzen, Herzproblemen, einer Schilddrüsenüberfunktion, Problemen mit der Wirbelsäule, jegliche andere Beschwerden oder einem Bandscheibenvorfall, dann sollte man diese Yogaart unbedingt ausprobieren.

Das Yin-Yoga

Bei dieser Form geht es um das Durchatmen und das zur Ruhe kommen. Durch bestimmte Techniken des Atems werden die tiefliegenden Schichten des Bindegewebes und die Faszien trainiert.

Das Sivananda-Yoga

Benannt ist dieser Yogastil nach dem indischen Yogi Swami Sivananda. Diese Yogaart ist auch unter dem Namen Vedanta-Yoga bekannt. Der Stil bekam bereits in den 50er-Jahren nach Europa und wird immer weiterentwickelt.

  • Jnana-Yoga – verwandt mit dem Wort Erkenntnis und dem griechischen Begriff Gnosis.
  • Bhakti-Yoga – kommt aus dem Hinduismus und meint den Weg der liebenden Hingabe an Gott.
  • Vidya-Yoga – ideal, wenn man gesünder und gelassener werden will.
  • Satyananda-Yoga – vereint das tantrische Kriya-Yoga mit den Aspekten des Jnana-Yoga, Karma-Yoga und Bhakti-Yoga.
  • Nidra-Yoga – durch eine völlige Tiefenentspannung bei klarem Bewusstsein werden die tieferen Bewusstseinschichten erreicht
  • Triyoga – es handelt sich hier um einen meditativen Tanz mit fließenden Bewegungen voller Hingabe.
  • Viniyoga – damit lässt sich die Gesundheit erhalten, während man körperliche, geistige und seelische Leiden von sich fernhält.
  • Lachyoga – hier steht das grundlose Lachen (Sanskritt hasya) im Vordergrund.
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Was hat es mit dem Pfad des Patanjali auf sich?

Es handelt sich hier um die 10 Gebote der Lebensfreude. Der Pfad des Patanjali ist somit ein Leitfaden für ein glückliches Leben. In diesem Leitfaden werden auch die 8 Stufen des Yogas genauer beschrieben.

Was ist ein Yoga-Festival?

Kann man sich nicht entscheiden, welche Yogaform zu einem passt, dann sollte man im Rahmen eines sogenannten Yoga-Festivals sich die verschiedenen Stile anschauen. Man kann bei jeder Yogaart sofort mitmachen, wenn man möchte.

Vielfach finden die Yoga-Festivals an besonders schönen Orten statt, man kann an Workshops teilnehmen, ein gutes Essen genießen und eine entspannte Atmosphäre erleben. Einige der großen Festivals finden international statt, sodass man auch Land und Leuchte kennenlernt.

Was versteht man unter Astralkörper?

Beim Yoga wird davon ausgegangen, dass jeder neben seinem physischen Körper auch einen Astralkörper hat, der unter anderem aus Licht besteht.

Zusammenfassung

Yoga bietet eine gute Möglichkeit mit sich ins Reine zu kommen und durch eine bewusste Atemtechnik auch tiefe Bewusstseinsschichten zu erreichen. Yoga ist im Grunde genommen für jeden geeignet, wenn man sich die passende Yogaart aussucht. Yoga-Sequenzen können von allen Altersstufen ausgeführt werden.

Die häufigsten Fragen / FAQ

🧘‍♀️ Wie viele Yoga Stile gibt es?

Es gibt sehr viele unterschiedliche Yoga-Stile, die auch teilweise nur wenige Gemeinsamkeiten haben. Beispiele sind: Hatha, Vinyasa, Ashtanga, Yin, Kundalini, Iyengar, Jivamukti.

🤸‍♀️ Welche Yoga-Art ist anstrengend?

Es gibt verschiedene Yoga-Arten die anstrengend sind. Vinyasa ist ein eher schnelles Yoga und deshalb oft sehr anstrengend. Beim Hatha-Yoga werden die Asanas länger gehalten, was durchaus auch anstrengend werden kann.

🙋‍♀️ Welches Yoga ist am besten für Anfänger?

Für Anfänger eignet sich am besten das klassische Hatha-Yoga. Allerdings gibt es auch viele Vinyasa-Yoga-Klassen, die extra für Anfänger angepasst sind.

🙆‍♀️ Welche Asanas gibt es?

Es gibt sehr viele verschiedene Asanas. Eine Yogastunde besteht aus sehr vielen aneinandergereihten Asanas.

Artikelbild: Sotnikov_Misha / Bigstock.com

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