Selbstliebe vs. schlank sein – warum Zufriedenheit wichtig für das Glück ist

Selbstliebe vs. schlank sein

Gleich zu Beginn ein kleines Selbstexperiment: Schnapp Dir einen Katalog aus den 1990er Jahren und einen, der aus dem Jahr 2022 stammt (falls vorhanden). Du wirst beim Blättern eine Veränderung feststellen. Während noch vor 30 Jahren fast ausschließlich schlanke Models präsentierten, was wir tragen sollen, um uns wohlzufühlen, sind Curvy-Models in der neuen Zeit im Trend. Und womit? Mit Recht, denn Fatshaming, ständige Selbstzweifel und das Streben nach vermeintlichen Idealen sind out!

Mehr Selbstvertrauen fördert das Wohlbefinden – Mode macht es möglich

Wenn es um die Modeauswahl für Curvy-Frauen und Männer geht, gibt es ein paar alte „Gesetze“, die zum Glück längst überholt sind. Zu den typischen Sprüchen gehören:

  • Wer zu viel drauf hat, sollte immer Schwarz tragen.
  • Bei Übergewicht auf keinen Fall Querstreifen tragen.
  • Kräftige Oberschenkel sind ein No Go für Leggins.
  • Die Kleidung muss die Figur kaschieren.

Nimm Dir einen Rotstift und streiche all diese Argumente für dezente und versteckende Kleidung durch. Fakt ist, auch Curvy-Frauen dürfen das tragen, womit sie sich wohlfühlen und müssen sich bei der Auswahl hochwertiger Damenmode nicht an überalteten Leitsätzen orientieren.

Dein Styling sollte nie etwas mit Deiner Figur zu tun haben, sondern nur damit, ob Du Dich in Deinem Look wohlfühlst. Also alles nur Quatsch? Ja, denn coole Styling-Tipps für Curvy-People unterscheiden sich so gar nicht von jenen, die auch für Schlanke interessant sind.

Mut zum selbstbewussten Styling – Verzicht ist nicht nötig

Angst aufzufallen, weil Dein Lieblingsshirt bunt gemustert ist? Die Bluse wieder umtauschen, weil Querstreifen dick machen? Vergiss all diese Theorien und trage Deine Kleidung mit Stolz. Frauen im Plus-Size-Format gehen oft davon aus, dass ihre modischen Möglichkeiten eingeschränkt sind. Die Folge davon ist, dass stattdessen weite Oberteile zum Kaschieren genutzt werden.

Wirfst Du einen Blick in aktuelle Magazine, schaust Dir Influencerinnen an und starke Models an, stellst Du fest, dass all die Sorgen und Ängste überflüssig sind. Die Gesellschaft steht vor einem Wandel. Der ewige „Schlankheitswahn“ weicht dem Bedürfnis, sich endlich so zu lieben, wie man ist, auch wenn der ermittelte BMI nicht die Idealwerte anzeigt.

Curvy vs. Übergewicht – ist das denn nicht ungesund?

„Ich bin zu dick“, ist einer dieser Sätze, den wir an allen Ecken und Enden zu hören bekommen. Eine Umfrage zur Selbsteinschätzung hat ergeben, dass die wenigsten Menschen korrekt einordnen können, zu welcher Gewichtsklasse sie sich einzuschätzen haben.

Aber müssen wir so eigentlich denken? In Klassen? Was ist okay und was ist zu viel? Grundsätzlich gilt, dass Selbstliebe die wichtigste Basis für ein gesundes Selbstvertrauen und damit auch eine gesunde Psyche ist.

Außer Acht darf dabei aber natürlich nicht gelassen werden, dass Übergewicht auch gesundheitliche Probleme mit sich bringen kann. Doch viel wichtiger als das Idealgewicht ist, dass die Ernährung aus gesunden Bestandteilen besteht und dass der Körper mit allem versorgt wird, was für ihn wichtig ist.

Wenn der kleine Bauch bleibt, denn die Oberschenkel breiter sind als beim Durchschnitt und der Po eine Hosengröße mehr verlangt, dann ist das völlig okay, denn Wohlfühlen ist viel wichtiger, als dem Ideal zu entsprechen und Statistiken zu vollenden.

Nie wieder Sport, jeden Tag Eiscreme und keine Zweifel mehr?

Böse Zungen behaupten immer wieder, dass der Trend zur Selbstliebe nur dafür sorgt, dass sich Menschen mit Übergewicht noch mehr gehen lassen. Das ist schlicht falsch, denn es geht nicht darum, dass die neue Idealklasse nun Plus-Size ist, sondern darum, dass die Selbstakzeptanz für den eigenen Körper gesteigert wird!

Du kannst natürlich weiterhin mit anstrengenden Workouts Deinen Body shapen und so dazu beitragen, dass Deine körperliche und geistige Gesundheit vorangetrieben wird. Sport ist gesund, gleichsam wie es gesund ist, wenn Du Deinen Körper auch ohne Idealmaße liebst.

Und ja, Du darfst natürlich auch noch zweifeln, die Speckrolle an der Hüfte unschön finden und Dir eine Hosengröße 44 wünschen. Mach es aber nicht zu Deinem Lebensinhalt, sondern sieh die Körpermaße als das an, was sie sind: Eine Hülle!

Viel wichtiger ist Dein Selbstbild, das Verhältnis Dir gegenüber und Dein Selbstvertrauen, was Du auf verschiedene Art und Weise aufbauen kannst.

Warum Du Dich unbedingt selbst lieben musst

Dich selbst zu lieben ist nicht nur so ein „Spleen“, sondern die Basis Deines Lebens. Deine innere Stärke und Dein Selbstvertrauen steigen und fallen mit Deiner Achtsamkeit für Dich selbst. Du kannst natürlich Deinem Körper etwas Gutes tun, indem Du auf Clean Eating umsteigst, regelmäßig Sport treibst und der Figur hinterherjagst, die Du schon immer haben wolltest.

Wenn Du Deinem Geist aber etwas Gutes tun möchtest, dann akzeptiere das, was Du bist und das wie Du bist, denn nur so kannst Du mit Frohsinn durchs Leben gehen. Perfektion zu erstreben ist nicht lebenswert, denn was wäre das Leben, wenn jeder Mensch eine Kopie des anderen wäre und niemand mehr den Mut hätte, Fehler zu machen und für sie einzustehen?

Du bist nicht nur dann wertvoll, wenn Du im Fitnessstudio für Deine Idealfigur gekämpft hast. Wenn Du Dich vor den Spiegel stellst, Dein Spiegelbild begrüßt und in der Lage bist, Deine Problemzonen mit einem Augenzwinkern zu übersehen, dann ist Dein Selbstbild erstrebenswert in Ordnung.

Selbstliebe bringt Fremdliebe mit sich

Du bist in Deiner Beziehung ständig frustriert, leidest unter Eifersucht, kannst nicht über Deine Gefühle reden und fühlst Dich ständig hintergangen? Beantworte Dir eine Frage: Wie denkst Du über Dich selbst? Es ist ein Fakt, dass Menschen, die sich selbst lieben, auch von anderen eher als liebenswert wahrgenommen werden.

Wie Du auf andere wirkst, hängt viel davon ab, wie Du mit Dir selbst umgehst. Bist Du unzufrieden mit Deinen Problemzonen, wütend auf Dich, weil Du keine Idealfigur hast? Dann wirst Du diese Gefühle nach außen ausstrahlen und so unterbewusst auf andere Menschen übertragen.

Gehst Du hingegen mit erhobenem Haupt durchs Leben, stehst für Dich und Deine Bedürfnisse ein und trägst auch bei Größe 46 noch mit Stolz Deinen Bikini im Schwimmbad, wirst Du als ganz anderer Mensch wahrgenommen!

Klingt schwierig? Ist es auch, doch die gesellschaftlichen Änderungen helfen Dir dabei. Der „nicht-perfekte“ Mensch wird immer stärker wahrgenommen, egal ob in Werbeclips, im sozialen Netzwerk oder auf der Leinwand. Das Motto der neuen Zeit lautet klar: Jeder Körper ist liebenswert und das zu verinnerlichen ist Dein erster Schritt zu mehr Selbstvertrauen.

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