Was kann ich tun, um den Geschmack des CBD zu verbessern?

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Es soll Schmerzen lindern, Angstzustände verbessern oder Entzündungen hemmen. CBD ist sprichwörtlich aktuell in aller Munde. Doch Produkte mit dem Bestandteil der Cannabispflanze sind geschmacklich nicht jedermanns Sache – das Netz ist voller Videos, bei denen Anwender geekelt ihr Gesicht verziehen. Denn Öle mit Cannabidiol können bitter schmecken. Doch keine Sorge: Es gibt Lösungen für Menschen, die den Geschmack nicht mögen.

Während manche Hersteller ihre Produkte mit anderen Geschmacksaromen versehen, finden sich aber auch Präparate, die als geschmacksneutral angeboten werden. Zudem gibt es einige Tricks bei der Einnahme, um den Geschmack zu verbessern. Welche das sind, verraten wir in den folgenden Zeilen.

Der Geschmack von Cannabidiol: Darum schmeckt es so bitter

Geschmäcker sind verschieden – sagt nicht nur der Volksmund, sondern auch die Wissenschaft. Ob uns etwas „schmeckt“, bestimmen Geschmacks- und Geruchssinn. Die Geschmacksknospen im Mund können nach aktuellem Wissensstand lediglich zwischen salzig, sauer, bitter, süß und umami (auch würzig bezeichnet) unterscheiden. Aber auch der Geruchssinn spielt hier eine Rolle. Fast jeder hat schon einmal erlebt, dass Essen ganz anders schmeckt, wenn die Nase verstopft ist.

Welche Geschmacksvorlieben Du hast, entscheidet letztendlich der genetische Bauplan.

Doch das ist nur ein Grund, warum CBD für jeden Anwender unterschiedlich schmeckt. Ein weiterer Grund ist die verschiedene Zusammensetzung der Produkte. Generell wird immer wieder von einem „bitteren“ Geschmack berichtet. Dieser entsteht durch die organischen Verbindungen der Cannabispflanze, wenn Cannabinoide, Terpene und Chlorophyll miteinander vermischt sind.

Vor allem die Terpene sind verantwortlich für den grasigen, erdigen bis hin zu bitterem Geschmack von Hanf. Sie sind ein Hauptbestandteil der in Pflanzen produzierten ätherischen Öle – in Cannabis konnten bisher über 200 von ihnen nachgewiesen werden.

Die Terpene sind der Grund, warum es zwischen Vollspektrums-Ölen und CBD-Isolaten Geschmacksunterschiede gibt. Isolate haben meist kein eigenes Aroma mehr.

Zudem hängt der Geschmack von CBD-Ölen auch vom gewählten Trägeröl ab, mit dem das Cannabidiol verbunden wird. Hier gibt es verschiedene Rezepturen. Hanföle haben beispielsweise einen nussigen Geschmack, Öle aus Hanfsamen bieten einen einzigartigen Kräutergeschmack. Schwarzkümmelöl schmeckt nach Oregano. Traubenkernöl ist leicht fruchtig, Kokos- und Olivenöle besitzen einen besonderen Eigengeschmack.

Geschmack durch Einnahmepraktiken verbessern

Der Geschmack eines Produktes ist zwar ein wichtiges Auswahlkriterien, doch bei Cannabidiol erscheint es maßgeblicher, dass das Produkt auch die gewünschte Wirkung entfaltet. Daher kommt es nicht selten vor, dass so mancher Anwender das für sich richtige Produkt gefunden hat – es ihm jedoch nicht schmeckt. Doch hier gibt es einige Tricks, wie die Geschmacksnerven im Körper ausgetrickst werden können.

Direkt nach der Einnahme nachspülen

Viele tropfen CBD-Öle unter die Zunge, da eine sublinguale Einnahme eine schnelle Wirkung verspricht. Solange die Flüssigkeit unter der Zunge verweilt, spielt der Geschmack noch keine Rolle, denn hier sind keine Geschmacksknospen vorhanden. Zudem wird der intensive Geschmack durch die Vermischung von Öl und Speichel abgeschwächt.

Dennoch kann das bittere Aroma beim anschließenden Herunterschlucken unangenehm sein. Hier hilft es, schnell etwas anderes zu trinken und dem Geschmack zu neutralisieren. Empfehlenswert sind fetthaltige Getränke (Smoothies, fetthaltige Milch) oder süße Getränke. Wasser tut es auch, wenn nichts anderes griffbereit ist. Aber auch das Essen von Honig oder Schokolade direkt im Anschluss kann helfen.

Wissenschaftler haben erst kürzlich entdeckt, dass in den Geschmacksknospen der Zunge und im umliegenden Gewebe einen Fettrezeptor existiert. Sie vermuten daher, dass wir auch Fett schmecken können.

CBD direkt nach dem Putzen der Zähne nehmen

Ein weiteres Mittel kann Zahnpasta sein. Wer hat nicht schon die Erfahrung gemacht, dass Lebensmittel nach dem Zähneputzen anders schmecken? Der Grund liegt bei den enthaltenen Sulfaten, die eigentlich für das Aufschäumen der Zahnpasta verantwortlich sind. Im Mund legen sie sich aber auch auf die Geschmacksnerven und verändern dessen Arbeit.

Ebenso gibt es eine sogenannte „adstringierende“ Wirkung“, die Zungenoberfläche wird leicht betäubt. Deswegen kann Zahnpasta helfen, den unangenehmen Geschmack von CBD zu unterdrücken. Der Zustand hält jedoch nicht lange an – nach rund 30 Minuten funktionieren die Geschmacksnerven wieder normal.

Wie in der Kindheit: Nase zuhalten

Medizin muss bitter schmecken – diese Aussage kennt so mancher noch aus seiner Kindheit und erinnert sich noch gut, wie er sich damals beim Schlucken der bitteren Medizin die Nase zuhielt.

War das Blödsinn? Nein. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Geschmack weniger intensiv wahrgenommen wird, wenn die Nase nicht gleichzeitig riechen kann. Denn wie bereits erwähnt, ist auch der Geruchssinn elementar für den Geschmack – ohne ihn würde unser Essen insgesamt ziemlich langweilig schmecken.

Dieser Umstand kann auch bei unangenehmem CBD-Öl helfen: Halte Dir einfach die Nase zu, wenn Du es zu Dir nimmst – die Intensität des Geschmacks wird kurzzeitig verringert.

Geschmacksneutral: Kapseln statt Öl

Wenn Nachspülen, Nase zuhalten und Zahnpasta nicht helfen, sollte vielleicht auf eine andere Form umgestiegen werden. CBD gibt es nicht nur als Öl. Kapseln könnten eine Alternative sein. Dahinter verbirgt sich eine vordosierte Ölmenge, die jedoch mit einer Hülle umschlossen wird. Die Kapseln können einfach wie Tabletten heruntergeschluckt werden.

Doch der größte Vorteil in diesem Fall ist ihre Geschmacklosigkeit. Durch die Hülle wird das Öl erst im Verdauungstrakt freigesetzt und kommt nicht mit den Geschmacksknospen in Berührung. Der Nachteil: Dadurch setzt die Wirkung jedoch auch erst später ein.

CBD-Isolate: Kristalle haben keinen Geschmack

Ebenfalls als geschmacksneutral gelten sogenannte CBD-Isolate. Das sind Kristalle, die eigentlich wie ein weißes Pulver aussehen. Dadurch, dass andere Bestandteile der Hanfpflanze hier nicht mehr vorhanden sind, ist auch der Geschmack verloren gegangen.

CBD-Isolate können unterschiedlich angewendet werden: In Lebensmitteln verändert die Kristalle deren Geschmack nicht. Oder Du kannst sie mit dem Trägeröl deiner Wahl mischen, so den Geschmack selbst bestimmen und deinen individuellen Vorlieben anpassen.

CBD mit anderen Mitteln besser schmecken lassen

Einige Hersteller haben sich dem Problem des bitteren Geschmacks bereits angenommen und versuchen, dieses durch andere Geschmacksstoffe zu verbessern. Häufig wird Süßstoff oder Minze hinzugefügt. Diese Tricks kannst du aber auch selbst anwenden, damit das von dir gewählte CBD-Produkt dir besser schmeckt.

Minze vor dem ÖL

Pfefferminze enthält Menthol, das dem Kraut einen kräftigen kühlen Geschmack verleiht. Diese Eigenschaft kann helfen, ein unangenehmes Aroma von CBD-Öl zu verringern. Um das zu erreichen, solltest du vor der CBD-Einnahme etwas Minze kauen oder auch einen Kaugummi oder Bonbon nutzen. Das enthaltende Menthol bringt das Gehirn dazu, auf Kälte zu reagieren – es bindet an die kälteempfindlichen Rezeptoren. Dadurch wird der Geschmack von CBD neutralisiert.

Wer Minze verwendet, um den Geschmack von CBD zu verbessern, kann zusätzlich profitieren. Denn Studien haben ergeben, dass Minze ebenfalls positive Wirkungen bei Schmerzen oder Magen-Darm-Problemen haben kann.

CBD versüßen

Was bei bitterem Kaffee hilft, kann auch bei CBD funktionieren. Mit Zucker und Co übertünchen Kaffeetrinker den oft unangenehmen Geschmack. Ähnliches ist auch bei CBD-Öl möglich. So verbessert sich der Geschmack, wenn es mit ein paar Tropfen Honig oder mit einem Stück Schokolade kombiniert wird. Industriezucker hingegen sollte vermieden werden. Denn er kann sich mit dem Öl verbinden und die Süße kann dadurch nicht mehr geschmeckt werden.

CBD mit Lebensmitteln vermischen

Zu guter Letzt gibt es auch die Möglichkeit, CBD-Öle mit Lebensmitteln zu vermischen, um dessen Geschmack zu verschleiern. Hier gibt es unzählige Rezepte und der Fantasie ist keine Grenze gesetzt. Vor allen in Speisen, die mit Zutaten auf Ölbasis zubereitet werden, kann CBD hinzugegeben werden. Als Getränke eigenen sich vor allem süße Säfte oder Tee.

Ein Nachteil dabei ist die längere Zeit, die das CBD bis zur Wirkung braucht. Denn zwar ist der Geschmack nun neutralisiert, aber die Absorptionsrate ebenso verlangsamt. So kann bis zu einer Stunde vergehen, bis sich die Wirkung entfaltet. Positiv ist hingegen: Mögliche unerwünschte Effekt bei der Verdauung, zum Beispiel Übelkeit, können dadurch ebenfalls vermindert werden.

Beim Kochen mit CBD sollte auf die Temperatur geachtet werden. Bei mehr als 160 Grad verdunstet es und die Wirkung geht verloren.

Zusammenfassung

CBD-Öle können für manchen Geschmack zu bitter sein, was die enthaltenen Terpene verursachen. Doch es gibt Möglichkeiten, diesen zu verbessern: Einerseits gibt es Tricks rund um die Einnahme (Zahnpasta, neutrale Kapseln als Alternative), um den bitteren Geschmack zu vermeiden. Andererseits kann CBD aber auch mit Lebensmitteln vermischt werden, um das Aroma zu verändern.

Quellen und weiterführende Links

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