Erektile Dysfunktion und Ihre Gesundheit: 5 Dinge, die Sie wissen müssen

Erektile Dysfunktion

Liegt eine Sexualorgan-Funktionsstörung vor wird von einer erektilen Dysfunktion gesprochen. Eine solche Erkrankung ist mit fortschreitendem Lebensalter gegeben. Aber es ist nicht nur das steigende Alter, das sich hinter dieser Krankheit verbirgt, auch psychische und körperliche Ursachen können der Auslöser dafür sein.

5 Antworten, die Sie über die Erektile Dysfunktion wissen sollten

Was ist die Erektile Dysfunktion?

Bei einer Erektilen Dysfunktion (Kurzbezeichnung ED) erschlafft der Penis nach kurzer Zeit der Erektion wieder. Die Impotenz kann sogar dazu führen, dass der Penis keine Steifheit erlangt. Liegt eine solche Erkrankung beim Mann vor, kann kein befriedigender Sex stattfinden.

Die sexuelle Lust – genannt Libido – schwindet schnell. Potenzprobleme sind bei Männern oft eine Begleiterscheinung beim Altern. Aber auch psychische und körperliche Krankheitsbilder können sich dahinter verbergen. Eine Verkalkung der Gefäße verursacht nicht selten eine Erektile Dysfunktion. Auch an Diabetes erkrankte Männer leiden vermehrt darunter.

Wann ist eine Erektile Dysfunktion anzunehmen?

Wenn der Penis nicht hart genug ist oder vorzeitig erschlafft, dann wird von einer derartigen Störung gesprochen. Die Versuche eine Erektion zu bekommen scheitern, der Härte des Penis ist nicht so umfangreich, dass sie für den Geschlechtsverkehr ausreichend ist. Aber kommt das vereinzelt vor, dann muss der Mann deswegen nicht beunruhigt sein. Vereinzelte Potenzprobleme können auftreten und sind kein Grund um Panik zu verbreiten. Erst wenn die Erektile Dysfunktion über einen längeren Zeitraum von mindestens 6 bis 7 Monaten anhält, erst dann ist eine Abklärung nötig.

Es kommt immer wieder auf den Versuch an. Kein Mann ist wie der andere. Oft treten die Potenzprobleme auch vereinzelt auf. Manchmal klappt es und wenige Tage besteht der Verlust der Erektionsfähigkeit im vollen Ausmaß. Erst wenn die Erektion bei 60 bis 70 % der Versuche scheitert und sich dieser Umstand über ein halbes Jahr oder länger zieht, erst dann ist ein Arzt des Vertrauens aufzusuchen. Leider belastet es viele Männer sehr, dass sie den Sexakt nicht ausreichend ausführen können.

Die Erektile Dysfunktion ist auch heute noch ein großes Tabuthema und die Dunkelziffer der Männer, die darunter leiden, ist viel größer als gedacht.

Welche körperlichen Ursachen können zur Erektilen Dysfunktion führen?

Es gibt eine Vielzahl von Krankheiten, die als Ursache der Impotenz gelten. Viele Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems können dazu führen.

Dazu zählen u.a.:

  • Gefäßverkalkung, Arterienverkalkung, Arteriosklerose
  • Herzerkrankungen
  • Bluthochdruck
  • erhöhter Cholesterinspiegel

Unter anderem können auch

  • Zuckerkrankheit,
  • hormonelle Störungen,
  • neurologische Erkrankungen (Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose),
  • eine Schädigung des Rückenmarks (mitunter auch ein Bandscheibenvorfall),
  • Verletzungen der Geschlechtsorgane sowie genitale Fehlbildungen,
  • einschließlich operative Eingriffe im Beckenbereich

als Verursacher der Impotenz gelten.

Welche psychischen Ursachen können zur Erektilen Dysfunktion führen?

Gerade wenn Männer im jüngeren Alter unter einer Potenzstörung leiden, so verbergen sich dann meist psychische Ursachen dahinter.

  • Depression
  • Leistungsdruck
  • Stress
  • Persönlichkeitsstörungen: Ängste, wenig Selbstvertrauen, Depressionen, Hemmungen
  • Konflikte in der Partnerschaft

Wie kann selbst Abhilfe geschaffen werden?

  • Reduktion von Alkohol und Zigaretten: Der Konsum von Alkohol und Zigaretten muss minimiert werden.
  • Gewichtsabnahme und regelmäßig Sport: Oft reicht es bereits aus, dass die n Pfunde weniger werden. Das wird gut umgesetzt, wenn regelmäßig Bewegung und Sport gemacht wird.
  • Ein gezieltes Beckenbodentraining: Dieses hilft dabei die Muskeln und das Gewebe zu stärken. Schließlich liegt die Potenz des Mannes im Beckenboden. Wird der Beckenboden trainiert, kommt es zudem zur vermehrten Ausschüttung von Testosteron.
  • Das potenzfördernde Essen: Dazu zählen vor allem Blaubeeren und Brombeeren; Kürbiskerne, Erdnüsse, Mandeln und Linsen.
  • Abklärung von Nebenwirkungen bei der Medikamenteneinnahme: Werden Medikamente eingenommen, so sollten diese auf mögliche Nebenwirkungen untersucht werden. Gerade Betablocker, die bei Erkrankungen von Herz und Kreislauf eingenommen werden, können dazu führen, dass die Potenz nicht mehr ausreichend gegeben ist.
  • Normalisierung von Werten: Bestimmte Werte im Körper sind für die Erektile Dysfunktion häufig verantwortlich. Dazu zählen ein erhöhter Blutzuckerwert sowie ein erhöhter Blutdruck- und Cholesterinwert.
  • Anforderung eines Testosteronspiegels: Auch der Testosteronwert sollte überprüft werden. Denn das männliche Geschlechtshormon Testosteron dient als Grundlage der Erektion beim Mann. Ist der Testosteronwert sehr niedrig, kann das die Ursache der Erkrankung sein. Der behandelnde Arzt – ein Urologe oder Androloge – klärt darüber auf.

Das Augenmerk sollte auf das gesunde Altern bei Männern gelegt werden.

Das gesunde Altern hält an bestimmten Voraussetzungen fest, diese gestalten sich wie folgt:

  • Voraussetzung 1: Förderung der körperlichen Aktivität, die regelmäßig durchgeführt wird.
  • Voraussetzung 2: Eine gesunde Ernährung
  • Voraussetzung 3: Nein zu Alkohol
  • Voraussetzung 4: Nein zu Nikotin
  • Voraussetzung 5: Förderung der geistigen Fitness

Wenn ein gesunder Mann diese Voraussetzungen alle erfüllt, kann er davon ausgehen, dass er sich an einer erfüllten Partnerschaft mit einer zufriedenen Sexualität erfreuen kann.

Erektile Dysfunktion: Symptome

Sind die Symptome eindeutig und kann der Mann über einen längeren Zeitraum von 6 Monaten keine Erektion erreichen oder diesem Sexakt erhalten, so ist um Abklärung beim Urologen oder Andrologen ratsam.

Dabei kann jeder Mann sehr gut selbst beurteilen, ob die Anzeichen dafür körperliche oder psychische Ursachen aufweisen.

Hat der Mann das 50. Lebensjahr noch nicht erreicht, so sind die Anzeichen in der Regel psychischer Natur und Ereignisse oder Situationen des Lebens belasten das Gemüt.

Erektile Dysfunktion: Diagnose

In der Praxis für Urologie oder Andrologie wird in einem Erstgespräch Ursachenforschung betrieben.  Es kommt zur körperlichen Untersuchung, bei der in der Regel auch eine Blutuntersuchung angeordnet wird. Dabei wird der Testosteron-Spiegel genauer untersucht.

Es kann durchaus sein, dass es zu weiteren Untersuchungen kommen muss. So gibt es spezielle Ultraschalluntersuchungen, die den Blutfluss in den Gefäßen des Penis messen.  Auch ein Schwellkörperinjektionstest kann angewendet werden, um eine Erektion hervorzurufen.

Wird eine arterielle Durchblutungsstörung vermutet, so muss das Herz ausreichend untersucht werden.  Eine nächtliche penile Tumeszenzmessung wird in einem Schlaflabor mit speziellen Messgeräten vorgenommen. Spontane Erektionen im Schlaf können darüber Aufschluss geben, ob eine körperliche oder eine psychische Ursache hinter der erektilen Dysfunktion stecken.

Erektile Dysfunktion: Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Potenzstörung. Eine ausführliche ärztliche Beratung stellt die Form der Behandlung sicher und klärt über Risiken und Nebenwirkungen auf.

Die häufigsten Behandlungsformen sind:

  • Der Testosteronspiegel wird ausgeglichen: Dafür stehen verschiedene Behandlungsformen zur Verfügung. In der Regel wird das Testosteron als Gel oder Spritze verabreicht.
  • Einnahme von Medikamenten: Dabei kommen die PDE-5-Hemmer zum Einsatz. Diese sorgen dafür, dass sich die Blutgefäße im Penis erweitern. Medikamente wie Viagra sind in Deutschland nicht ohne Rezept erhältlich.
  • Eine Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie (SKAT): Dem Mann wird mit einer dünnen Nadel ein Medikament in den Penis gespritzt.
  • Oft reicht auch die Verordnung einer Vakuumpumpe: Hierbei handelt es sich um eine einfache Möglichkeit eine Erektion zu erreichen. Diese Pumpe wird über den Penis gestülpt. Dabei entsteht ein Unterdruck. Die Bluteinströmung in die Schwellkörper des Penis wird dadurch erreicht. Ein Ring wird über den Penis gelegt, damit ein Blutausstrom verhindert wird.

Zusammenfassung

Bei der Erektilen Dysfunktion erlangt der Penis keine ausreichende Stärke mehr. Das führt dazu, dass der Sexakt nicht mehr befriedigend verläuft. Zieht sich die Impotenz über 6 Monate, so ist ärztlicher Rat und eine echtsprechende Untersuchung ratsam. Dabei werden die Therapiemöglichkeiten auf die jeweiligen Ursachen der Impotenz abgestimmt.

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