gz cbd gegen angst 278305216

CBD bei Angststörungen ⇒ Im Alltag ohne Angst?

Was ist der Unterschied zwischen Angst, Panik und Phobie?

Grunds√§tzlich ist Angst eine nat√ľrliche und instinkthafte Reaktion (Affekt), die sich auf die Schutzfunktion ‚ÄěFight-or-Flight-Reaction‚Äú (‚ÄěKampf-oder-Flucht-Reaktion‚Äú) zur√ľckf√ľhren l√§sst. Angstgef√ľhle sind ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags, die uns vor verschiedenen Gefahrenquellen warnen. Panik hingegen ist ein vor√ľbergehender, aber extremer Gef√ľhlsausbruch, der einen Kontrollverlust der nat√ľrlichen Angst darstellt. Eine Phobie wiederum bezeichnet eine bestimmte Form der Angstst√∂rung. Sie ist meistens auf ein bestimmtes Objekt oder eine bestimmte Situation gerichtet und kann h√§ufig sehr genau bestimmt werden.

Gem√§√ü einer Studie der WHO aus dem Jahre 1996 litten in Deutschland ‚Äěetwa 8,5% der Patienten in deutschen Allgemeinarztpraxen an einer generalisierten Angstst√∂rung und 2,5 % an einer Panikst√∂rung‚Äú (2. Quelle). Ab wann man von einer Angstst√∂rung spricht, ist nicht leicht zu beantworten. Zudem werden die Angstst√∂rungen von verschiedenen Autoren unterschiedlich definiert und eingeteilt.

Was passiert bei einem Angsterlebnis?

Angst ist eine Form der Stressreaktion. Jeder kennt stressige Situationen im Alltag, beim Sport oder w√§hrend der Arbeit. Auf der k√∂rperlichen Ebene k√∂nnen Verletzungen, Verbrennungen, Sauerstoffmangel oder ein niedriger Blutzuckerspiegel Stress ausl√∂sen. Auf der psychischen Ebene k√∂nnen Angstquellen, √Ąrger, Leistungsdruck aber auch Freude Stress erzeugen. Grunds√§tzlich ist Stress keine negative Sache. Wenn wir Stress erleben, dann reagiert unser K√∂rper sofort und reguliert bestimmte Stoffwechselprozesse auf eine ver√§nderte Weise.

Man unterscheidet dabei zwischen Eustress und Dysstress. Eustress bezeichnet den Stress, der unser Leistungsverm√∂gen erh√∂ht, w√§hrend Dysstress ein √úberma√ü an Stress bezeichnet. Von Dysstress wird auch gesprochen, wenn das Stresslevel dauerhaft erh√∂ht ist oder die Stresssituation die eigenen Kapazit√§ten √ľbersteigt, was zu einer √úberforderung f√ľhrt, die sich als Angst, Panik, Furcht oder Orientierungslosigkeit √§u√üern kann.

Wenn wir einen Stressreiz erleben, dann laufen zwei Reaktionsketten gleichzeitig ab: Die Hirnregion ‚ÄěHypothalamus‚Äú sch√ľttet das Corticotropin-Releasinghormon (CRH) aus. Dieses Hormon regt die Hypophyse des adrenocorticotropen Hormon (ACTH) an, was wiederum die Aussch√ľttung verschiedener Glukokoritkoide wie Kortisol und Kortison anregt, die sich auf den Fett-, Kohlenhydrat- und Eiwei√üstoffwechsel auswirken.

Die zweite Reaktionskette geht vom Sympathikus aus, welcher ein Teil des vegetativen Nervensystems ist. Dieser aktiviert das Nebennierenmark, das innerhalb k√ľrzester Zeit eine Mischung aus Adrenalin (80%) und Noradrenalin (20%) abgibt. Diese Hormonmischung beschleunigt unseren Kreislauf, erh√∂ht kurzfristig unsere Energiebereitstellung und unterdr√ľckt das Denkverm√∂gen.

Normalerweise werden diese Hormone fortlaufend in geringen Mengen ausgesch√ľttet. Bei Stresssituationen findet aber kurzzeitig eine hohe Aussch√ľttung statt. Liegt eine Angst- bzw. eine Stresserkrankung vor, ist vor allem die erste Reaktionskette betroffen, das erh√∂hte Stresslevel normalisiert sich folglich nicht mehr regelhaft. Im diesem Stresszustand k√∂nnen dann selbst allt√§gliche Situationen zu einer sofortigen Angstreaktion f√ľhren, die sogar √ľber dem gew√∂hnlichen tempor√§r erh√∂hten Stressniveau liegt.

Diese hormonelle Dysbalance kann bei Dauerbelastung zu nachhaltigen k√∂rperlichen Auswirkungen wie Bluthochdruck, Fortpflanzungsst√∂rungen, Spannungskopfschmerzen, Verdauungsproblemen und Konzentrationsproblemen f√ľhren.

Welche Formen der Angststörung gibt es?

Wenn eine √ľbersteigerte, wiederkehrende, aber diffuse Angst wegen tats√§chlicher Lebensumst√§nde wie Geldnot, Angst vor Unf√§llen und Krankheiten oder sogar ohne erkennbaren Grund √ľber einen langen Zeitraum auftritt, dann spricht man von einer Generalisierten Angstst√∂rung. Von einem langen Zeitraum spricht man etwa ab sechs Monaten. Dabei k√∂nnen typische Angstsymptome wie √úbelkeit, Zittern, Herzrasen und Muskelverspannungen einzeln √ľber mehrere Stunden auftreten. Hierbei eine Abgrenzung zur Depression zu ziehen, ist oftmals schwierig.

Bei einer Panikst√∂rung kommt es wiederholt zu pl√∂tzlichen und starken Angstausbr√ľchen, die von heftigen Symptomen wie Atemnot, Hitzewallungen oder K√§lteschauer, Todesangst und Benommenheit begleitet werden k√∂nnen. Panikattacken k√∂nnen von bestimmten Situationen aber auch ganz ohne erkennbaren Grund ausgel√∂st werden. Eine Panikattacke kann nur wenige Minuten aber auch bis zu mehreren Stunden andauern. Je nach Schwere der St√∂rung k√∂nnen diese Attacken monatlich, aber auch t√§glich auftreten. Dabei leben mehr als die H√§lfte der Patienten in permanenter Angst vor der n√§chsten Panikattacke und meiden darum √∂ffentliche Pl√§tze, Flugzeuge, Schlangestehen, Autos und andere Orte, an denen eine schnelle √§rztliche Hilfe im Falle einer Attacke nicht gew√§hrleistet ist. Wenn dies der Fall ist, spricht man von einer Panikst√∂rung mit einer Agoraphobie.

Die Agoraphobie wird h√§ufig auch als ‚ÄěPlatzangst‚Äú bezeichnet und ist eine verbreitete Phobie. Phobien sind ebenfalls spezielle Formen einer Angstst√∂rung, die sich jedoch auf einen ganz bestimmten Stimulus (Reiz) zur√ľckf√ľhren lassen. Agoraphobie bezeichnet allgemein ‚Äědie Angst vor √Ėffentlichkeit‚Äú, bzw. das Fehlen eines sicheren Ortes, der schnelle Hilfe verspricht. Darum ist beispielsweise ein Fahrstuhl nicht allein auf Grund seiner beengten Verh√§ltnisse ein unangenehmer Ort, sondern wegen der Isolierung von der Au√üenwelt und damit vor eventueller √§rztlicher Hilfe. Daneben existiert die ebenfalls h√§ufig auftretende aber sehr unterschiedlich stark ausgeformte Soziophobie, die die Angst bezeichnet, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen oder sich vor anderen blo√üzustellen.

Lies jetzt im Magazin:  Warum Du Dich √∂fter umarmen lassen solltest

Phobien lassen sich nach dem Typ ihrer Stimuli einteilen:

  • Tier-Typ
    Darunter fallen beispielsweise die verbreitete Arachnophobie (Angst vor Spinnen), die Ophidiophobie (Angst vor Schlangen) oder die Kynophobie (Angst vor Hunden).
  • Naturgewalten-Typ
    Dazu gehören unter anderem die Aquaphobie (Angst vor Wasser) und die Astraphobie (Angst vor Gewitter).
  • Blut-Injektion/Verletzungs-Typ
    Wer unter der Hämaphobie leidet, der hat Angst vor Blut, während die Trypanophobie die Angst vor Spritzen bezeichnet.
  • situativer Typ
    Verbreitete Formen sind dabei die Aviophobie (Flugangst), die Akrophobie (Höhenangst) und die Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen).
  • andere nicht n√§her bezeichnete Typen
    Prinzipiell kann jede erdenkliche Situation und jedes Tier oder jede Sache eine Phobie auslösen.

Bei besonders schweren traumatischen Erlebnissen, die h√§ufig mit extremem Stress oder Angst verbunden sind, kann es zu einer Posttraumatischen Belastungsst√∂rung (PTBS) kommen. Auch hier f√§llt eine Abgrenzung zur Depression oder bestimmten Angstst√∂rungen nicht leicht. Die Erkrankten k√∂nnen dabei die traumatischen Ereignisse wiederholt durchleben, versp√ľren belastende Erinnerungen oder werden von Alptr√§umen und Schlaflosigkeit heimgesucht. Auf Grund der eventuellen Reizbarkeit oder Schreckhaftigkeit kann es zum aktiven Vermeiden von bestimmten Situationen kommen, was als Phobie eines bestimmten Typs fehlinterpretiert werden kann.

Welche Symptome deuten auf eine Angststörung hin?

Jeder kennt die typischen Symptome bei akuter Angst. Ab wann spricht man jedoch von einer Angstst√∂rung? Ein wichtiger Hinweis ist das wiederholte Auftreten starker Angstsymptome, die sich entweder auf keinen erkennbaren Stimulus (spricht f√ľr eine Angst- bzw. Panikst√∂rung) zur√ľckf√ľhren lassen, oder die sich in einer spezifischen Situation immer wieder √§u√üern (spricht f√ľr Phobie oder Trauma). Vielen Erkrankten f√§llt es dabei schwer, zwischen den Symptomen der Angstst√∂rung und dem Angstempfinden zu unterscheiden, was dann zu einer Fehlinterpretation von Ursache und Wirkung f√ľhrt. Symptome, die auf eine m√∂gliche Angstst√∂rung hinweisen k√∂nnen, sind des weiteren:

Dauerhafte Symptome:

  • Probleme mit der Verdauung
  • Atemnot
  • Appetitlosigkeit
  • Geringerer Sexualtrieb
  • Innere Unruhe
  • Kalter Schwei√ü
  • Erh√∂hte K√∂rpertemperatur
  • Chronische Schmerzen

Akute Symptome:

  • √úberh√∂htes Angstverhalten, das der Situation eindeutig nicht angemessen ist
  • Die Angstreaktion h√§lt l√§nger an als notwendig
  • Verlust der Artikulationsf√§higkeit
  • Die Erkrankten k√∂nnen ihre Angst oft nicht erkl√§ren und sie weder beeinflussen noch bew√§ltigen, was zu einer erheblichen Einschr√§nkung ihres Alltags f√ľhrt.

Welche Ursache liegt der Angststörung zugrunde?

Diese Frage ist noch nicht abschlie√üend gekl√§rt. Vermutlich l√§sst sich auch keine allgemeine Ursache f√ľr eine Angstst√∂rung formulieren, da sie sehr h√§ufig multifaktorieller Natur ist. Wie bereits erw√§hnt, k√∂nnen starke Traumatisierungen eine bleibende Angst vor bestimmten Situationen schaffen. Allerdings k√∂nnen Angstst√∂rungen auch aus einfacher Sch√ľchternheit und gehemmter bzw. schlechter Erziehung entstehen. Bei einer schleichenden Entwicklung der Angstst√∂rung kann sie lange Zeit unentdeckt bleiben, da ihre Symptomatik viele Gesichter hat.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Angsterkrankungen zu 30% auch erblichen Ursprungs sein k√∂nnen. Genetische Studien haben mehrere Indizien festgemacht, dass bei Betroffenen einer Angsterkrankung im Bereich der Transmitter f√ľr Serotonin, Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin, sowie bei den Genen f√ľr den Serotonintransporter 5-Hydroxytryptamintransporter (5-HTT) und dem 5-HT1A-Rezeptor (5-HT1A) eine Abweichung vorliegt. Der 5-HTT ist ein Protein, das f√ľr den Transport von Serotonin in die Zellen zust√§ndig ist.

Serotonin hat viele wichtige Aufgaben, beispielsweise ist es im Zentralen Nervensystem f√ľr ‚Äědie Steuerung oder Beeinflussung der Wahrnehmung, des Schlafs, der Temperaturregulation, der Sensorik, der Schmerzempfindung und Schmerzverarbeitung, des Appetits, des Sexualverhaltens und der Hormonsekretion‚Äú zust√§ndig (6. Quelle). Der 5-HT1A ist ein wichtiger Ansatzpunkt in der Therapierung von Angstst√∂rungen. Das Protein ist ein Rezeptor, an dem neben Serotonin auch Cannabidiol (CBD) bindet.

Welche Therapierungsm√∂glichkeiten gibt es f√ľr Angstst√∂rungen?

So vielfältig die möglichen Ursachen einer Angsterkrankung sind, so unterschiedlich sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Da die genaue Ursache häufig kaum zu beantworten ist, sollten mehrere Ansatzpunkte gleichzeitig verfolgt werden. Ein erster Schritt in der Ursachenforschung könnte eine konventionelle Psychotherapie sein, in der gemeinsam mit dem behandelnden Therapeuten das genaue Wesen der Angst beschrieben wird.

Bei schweren Krankheitsbildern werden je nach Ansatz des jeweiligen Therapeuten angstl√∂sende Medikamente (Anxiolytika) verschrieben. H√§ufig werden Anxiolytika eingesetzt, die sich auf die Aufnahmef√§higkeit von Serotonin und/oder Noradrenalin auswirken. Noch st√§rker sind die Benzodiazepine, die neben ihrem angstl√∂senden Effekt beruhigend, muskelentspannend, schlaff√∂rdernd und krampfl√∂send wirken. Die m√∂glichen Nebenwirkungen wie starke Abh√§ngigkeit und der Gefahr einer Vergiftung durch √úberdosis sind allerdings problematische Aspekte dieser Pr√§parate, weshalb einige Patienten lieber auf naturheilkundliche Medizin zur√ľckgreifen.

Wer diese alternative Form der Medikamentierung bevorzugt, f√ľr den k√∂nnte folgende √úbersicht zu volksmedizinischen Substanzen interessant sein:

  • Baldrian: Soll beruhigend und schlaff√∂rdernd wirken, da er sich unter anderem auf die Adenosin-Rezeptoren auswirkt, die im Zentralen Nervensystem f√ľr die Regulation des Herz-Kreislauf-Systems und der Immunreaktion zust√§ndig sind.
  • Melisse: Wirkt unterst√ľtzend bei Magen-Darm-Beschwerden, bei Einschlafst√∂rungen und der Appetitf√∂rderung.
  • Hopfen: Vor allem in Kombination mit Baldrian und Melisse soll Hopfen sein beruhigendes und schlaff√∂rderndes Potential besser entfalten k√∂nnen.
  • Lavendel: Gilt als beruhigend und schlaff√∂rdernd, allerdings liegen hierzu kaum wissenschaftliche Befunde vor.
  • Johanniskraut:¬† Zeigte in Studien seine positive Wirkung auf depressive Stimmung und soll zudem eine Auswirkung auf Angstzust√§nde haben, was jedoch nicht als gesichert gilt.
Lies jetzt im Magazin:  Hanf√∂l und seine Wirkung auf den Stoffwechsel

Ein weiterer Ansatzpunkt zu einer alternativen Therapierung von krankhaften √Ąngsten kann bewusstseinsaktivierendes Training sein. Sowohl einfache Atemtechniken, als auch Autogenes Training und Meditations√ľbungen schulen den Praktizierenden darin, seine Gedanken und seine Emotionen zun√§chst zu beobachten und sie auf einer fortgeschrittenen Stufe von bestimmten Gegenst√§nden, K√∂rperregionen oder Gedanken weg auf andere Ziele zu richten. Mit den verschiedenen Techniken k√∂nnen die Praktizierenden wieder eine Kontrolle √ľber die innere Unruhe, die eventuelle Angst und auch das phobische Verhalten erlangen und vielleicht sogar vollst√§ndig besiegen.

Die alternativen Ansätze bieten keinen vollständig analogen Ersatz zu einer konventionellen Therapierung. Vor allem die naturheilkundlichen Mittel sind häufig nur gering beforscht, weshalb ihre Wirkungen nicht vollständig wissenschaftlich gesichert ist. Neben der Einnahme pflanzlicher Wirkstoffe, sollte die Behandlung dennoch von einer Psychotherapie begleitet werden.

CBD: Welche Wirkung hat das Cannabinoid auf unseren Körper?

Cannabidiol (CBD) ist einer der zentralen Wirkstoffe der Hanfpflanze. Nach dem Tetrahydrocannabinol (THC) ist CBD das zweitbekannteste Cannabinoid im Nutzhanf. Die Studienlage zum Cannabidiol (CBD) und dem Endocannabinoidsystem (ECS) ist mittlerweile durchaus aussagekräftig. Im Bereich der Schmerztherapie und der Krebsprävention und -bekämpfung konnten bereits einige Studien hoffnungsvolle Ergebnisse erzielen.

In Bezug auf die Therapierung von Angsterkrankungen allerdings ist die Forschungslage noch relativ d√ľnn. Bisher war vor allem das Tetrahydrocannabinol (THC) im Fokus des Forschungsinteresses. Da das THC jedoch ein psychoaktives Cannabinoid ist, erscheint es f√ľr die Behandlung von psychischen Erkrankungen ungeeignet. Die bisherigen Ergebnisse bez√ľglich des CBDs sind jedoch durchaus vielversprechend. CBD hat eine ganze Reihe positiver Effekte auf unseren K√∂rper, die bisher nur teilweise beforscht sind.

Es ist bereits seit l√§ngerer Zeit erwiesen, dass das Cannabidiol am CB1-Rezeptor des menschlichen ECSs bindet und damit beispielsweise die Wirkung des THCs hemmt. Zudem verlangsamt das CBD den Aufbau und den Abbau des k√∂rpereigenen Cannabinoids Anandamid, welches am CB1- und CB2-Rezeptor bindet und daf√ľr bekannt ist, das allgemeine Wohlbefinden zu f√∂rdern. Das Anandamid wird vom K√∂rper bei gesunder Ern√§hrung und Sport ausgesch√ľttet. Da es sehr fl√ľchtig ist, kann die Einnahme von CBD helfen, die Schwankungen des Anandamid-Spiegels abzuflachen.

Zudem konnte man bereits feststellen, wie CBD die Wirkungsweise von Adenosin unterst√ľtzt, welches eine Aussch√ľttung von Neurotransmittern blockiert. Dabei weiten sich die Venen und der Puls senkt sich. Au√üerdem stimuliert CBD die Vanilloid- und die Glycinrezeptoren, die f√ľr die Signal√ľbertragung von Schmerzen zust√§ndig sind. CBD kann helfen, bei chronischen oder zu starken Schmerzen die defekten Nervenendigungen nachhaltig zu erneuern.

Besonders interessant erscheint die Tatsache, dass das Cannabidiol ebenfalls 5-HT1A-Rezeptor bindet, welcher, wie oben bereits erwähnt, bei Menschen mit Angsterkrankungen Abweichungen aufweist.

Gibt es aktuelle Studien zur Anwendung von CBD bei Angsterkrankungen?

Bereits 1993 haben Forscher der Universität Sao Paulo in einer vergleichenden Studie gezeigt, wie hilfreich CBD im Vergleich zu herkömmlichen Anxiolytika wirkt. Dabei konnte festgestellt werden, wie Cannabidiol ebenso wie Ipsapiron, ein Vertreter der Antidepressiva, eine Auswirkung auf das Angstniveau haben können (7. Quelle). Im Jahre 2011 haben brasilianische Wissenschaftler in einer Studie mit 36 Probanden mit Generalisierter Angststörung gezeigt, wie das allgemeine Angstniveau, die Artikulationsfähigkeit und die kognitive Beeinträchtigung bei den 24 Teilnehmern, die mit CBD behandelt wurden, signifikant verbessert wurde (8. Quelle).

Im selben Jahr hat eine internationale Forschergruppe eine √§hnliche Studie durchgef√ľhrt, die jedoch ihren Fokus auf die Hirnaktivit√§t bei der Einnahme von CBD gelegt habt. Dabei haben sie mittels eines bildgebenden Verfahrens die Durchblutung verschiedener Gehirnareale gemessen. Das Ergebnis zeigte ebenfalls eine signifikante Linderung des Angstniveaus und eine erh√∂hte Hirnaktivit√§t in den limbischen und paralimbischen Arealen (9. Quelle).

2015 haben Blessing und drei weitere Wissenschaftler eine sogenannte Metastudie zum Thema CBD und seine Wirkung auf Angst durchgef√ľhrt. Bei einer Metastudie sichtet man alle bisher ver√∂ffentlichten Arbeiten zu einem Thema und fasst ihre Ergebnisse in einer Art √úbersicht zusammen. Insgesamt hat das Team 6 Tierstudien und 12 Studien am Menschen gesichtet. Mit dieser Metastudie haben die Forscherinnen und Forscher nochmals verdeutlicht, wie fundiert der Verdacht einer Wirkung von CBD bei Angsterkrankungen mittlerweile ist.

Wie kann CBD bei Angsterkrankungen helfen und in welchen Darreichungsformen ist es erhältlich?

Die vielfältigen Effekte des Cannabinoids prädestinieren es als ein wirkungsvolles Medikament gegen eine ganze Reihe an Symptomen, die Angststörungen hervorrufen. Die sedierende Wirkung des CBDs hilft bei akuten Angstattacken, indem es den Puls senkt und die Gedanken beruhigt. In einigen Fällen sind es nämlich die körperlichen Symptome selbst, die die psychische Angst auslösen und anreizen. Des Weiteren hilft es dabei, muskuläre Verspannungen zu lösen, was Krämpfe und eventuelle Atemnot mildern kann.

Lies jetzt im Magazin:  27 Lebensmittel, die dir den ultimativen Energiekick liefern

Einige Angstpatienten berichten zudem von chronischen Schmerzen, die ebenfalls durch die Einnahme von CBD √ľber einen l√§ngeren Zeitraum gemildert werden k√∂nnen. Im Bezug auf chronifizierte Schmerzen spricht man auch h√§ufig vom sogenannten ‚ÄěSchmerzged√§chtnis‚Äú. Es besteht der Verdacht, dass CBD dieses Ged√§chtnis ‚Äěl√∂schen‚Äú kann, da es bei der Erneuerung von Schmerzrezeptoren an den Organen und im R√ľckenmark unterst√ľtzend wirkt. F√ľr Angstpatienten besonders bedeutsam ist die positive Wirkung auf das Einschlafverhalten. In vielen Erfahrungsberichten wird von einer sehr positiven Wirkung auf das Schlafverhalten berichtet. Schlafmangel ist gerade bei psychologischen Erkrankungen ein entscheidender Faktor.

Neben den Effekten auf verschiedene Symptomatiken lassen die oben angef√ľhrten Studien zudem einen unmittelbaren Effekt auf die bei einem Angsterlebnis beteiligten Hirnareale und Botenstoffe vermuten. Die Auswirkung auf das unkontrollierte Aussch√ľtten von Noradrenalin und Adrenalin geben berechtigten Anlass zur Hoffnung, wie hoch der psychotherapeutische Nutzen von Cannabidiol tats√§chlich ist.

Die Palette der CBD-Produkte ist mittlerweile √§u√üerst umfangreich. Besonders beliebt sind die CBD-√Ėle, da ihre Dosierung sehr kontrolliert erfolgen kann. CBD ist au√üerdem als Dampfmittel, als Hanfbl√ľte, in Pillen- und Z√§pfchenform oder als Extrakt erh√§ltlich und sogar in zahlreichen Hygieneprodukten wie Duschgels, Cremes und Lotionen enthalten. CBD-√Ėle kann man mit unterschiedlich hohen Wirkstoffanteilen (5%, 10%, 15%, etc.) und als Vollspektrum-√Ėl oder als CBD-Isolat mit einem maximalen THC-Gehalt von 0,2% legal erwerben.

Vollspektrum-√Ėle enthalten neben CBD und THC weitere pflanzliche Inhaltsstoffe, die die Wirkung der Cannabinoide modifizieren, verst√§rken und Nebenwirkungen abschw√§chen (‚ÄěEntourage-Effekt‚Äú). CBD-Isolate sind preiswerter, aber enthalten nur Cannabidiol, das in unterschiedlichen Speise√∂len wie Oliven√∂l, Hanf√∂l oder √§hnlichen gel√∂st ist. Dabei geht der nat√ľrliche ‚ÄěEntourage-Effekt‚Äú verloren.

Was gilt es beim Kauf und der Einnahme von CBD-Produkten zu beachten?

Wichtig ist eine qualitativ hochwertige Verarbeitung. Beispielsweise gibt es bei CBD-√Ėlen mehrere Verfahren der Extraktion. Bei vielen Qualit√§tsprodukten wird die CO2-Extraktion angewendet, da es sich unter Laborbedingungen um eine sehr sichere und effiziente Methode handelt. Die H√∂he des Wirkstoffanteils sollte nach Bedarf gew√§hlt werden. Bei leichten Beschwerden ist eine L√∂sung mit 5% CBD angemessen. Leidet man jedoch unter st√§rkeren Symptomen kann auch auf eine L√∂sung mit 10% oder 15% zur√ľckgegriffen werden.

Bei rein k√∂rperlichen Erkrankungen empfiehlt es sich, ein teureres, aber effizienteres Vollspektrum-√Ėl zu w√§hlen. Hat man jedoch auf Grund des geringen doch vorhandenen THC-Anteils Bedenken, so sollte man es beim g√ľnstigeren CBD-Isolat belassen. Bei Angstst√∂rungen erscheint es ratsam, ein reines CBD-Isolat einzunehmen.

Eine √úberdosierung ist bei CBD-Produkten nicht m√∂glich, weshalb eine exakte Einnahme-Empfehlung nicht vorliegt. Dennoch sollte man mit geringen Mengen beginnen und die Einnahme-Menge dann schrittweise und immer im Hinblick auf die Symptomatik anheben. Das CBD-√Ėl wird tr√∂pfchenweise unter die Zunge gegeben und nicht direkt heruntergeschluckt, um der Mundschleimhaut Zeit zu geben, das √Ėl vollst√§ndig aufzunehmen.

Falls das Extrakt direkt geschluckt wird, verstoffwechselt die Magenschleimhaut das CBD. Dies verz√∂gert die Wirkung zwar, hat ansonsten aber keinerlei Nachteile. Bei leichten bis mittleren Symptomen empfiehlt es sich, mit 2 x 3 Tropfen CBD-√Ėl t√§glich zu beginnen. Bei starken Symptomen k√∂nnen auch 2 x 4 Tropfen CBD-√Ėl t√§glich eingenommen werden. Dies entspricht in etwa einer Menge von 20 bis 100 Milligramm pro Tag. F√ľr eine schnellere Wirksamkeit kann man das CBD als Liquid auch dampfen. Manche Patienten kombinieren beide Methoden, um eine schnelle und anschlie√üend dauerhafte Linderung zu erzielen.

Anders als bei einzelnen konventionellen Anxiolytika kann eine Einnahme von CBD nicht zur Abh√§ngigkeit f√ľhren. M√∂gliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Substanzen sind:

Mögliche Nebenwirkungen:

  • Benommenheit
  • Schl√§frigkeit
  • Fallender Blutdruck
  • Trockener Mund
  • Ansteigen des Augeninnendrucks
  • Ver√§nderung des Appetits
  • Gewichtsver√§nderung
  • Durchfallerkrankung

Mögliche Wechselwirkungen mit folgenden Medikamenten:

  • S√§urehemmer Pantoprazol und Omneprazol
  • Gerinnungshemmer Marcumar und Warfarin
  • Schmerzmittel Diclofenac
  • Neuroleptica Risperidon, Haloperidol und Clobazam

Mögliche Wechselwirkungen mit folgenden Nahrungsergänzungsmitteln:

  • Katzenminze
  • Kava
  • Hopfen
  • L-Tryptophan
  • Johanniskraut
  • Melatonin

Bevor man mit der Einnahme von CBD-Produkten beginnt, sollte man eine R√ľcksprache mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten halten. Heutzutage k√∂nnen auf Nachfrage einzelne CBD-Medikamente sogar von der Krankenkasse teilweise oder ganz √ľbernommen werden.

Zusammenfassung

Angstst√∂rungen sind Erkrankungen, bei der eine √ľbersteigerte und irrationale Angst zu einer eigenst√§ndigen und schweren Krankheit werden. Betroffene leiden im Zuge ihrer Erkrankung in unterschiedlichem Ma√üe an verschiedenen Angstsymptomen. Cannabidiol (CBD) kann dabei auf vielen Ebenen eine Linderung der Symptome bewirken. Einzelne Untersuchungen haben dar√ľber hinaus gezeigt, dass CBD sogar einen unmittelbaren Effekt auf die Ursache von einzelnen Angstst√∂rungen haben kann. Allerdings bedarf es noch weiterf√ľhrender Forschung zur klinischen Anwendung bei Patienten mit Angstst√∂rung.

Quellen und weiterf√ľhrende Links

Artikelbild: Maridav / Bigstock.com

  • Hat Ihnen dieser Artikel weitergeholfen? Ihr Feedback ist uns sehr wichtig!
  • JaNein
Entspricht einer Bewertung von 4.9 / 5

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top