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Wirkt CBD entzündungshemmend? Wir klären auf!

Cannabidiol, besser bekannt unter seiner Abkürzung CBD, ist ein Stoff, der in verschiedenen Hanfsorten vorkommt und mittlerweile in aller Munde ist. Forschungen und Untersuchungen zeigten längst, dass man der Cannabispflanze nicht gerecht wird, wenn man sie lediglich auf den berauschenden und psychoaktiven Stoff Tetrahydrocannabinol (THC) reduziert. Tatsächlich verfügt die bis zu vier Meter hoch werdende Staude über mindestens 100 Cannabinoide. CBD ist dabei das Cannabinoid mit der höchsten Konzentration und verfügt über viele positive Eigenschaften. Selbst hoch dosiert sind kaum Nebenwirkungen bekannt.

Stattdessen haben sich im therapeutischen Rahmen inzwischen eine Vielzahl von Nutzen des Wirkstoffes bemerkbar gemacht. Dazu gehören schmerzlindernde sowie beruhigende Wirkungen auf den menschlichen Organismus, welche den Heilungsprozess unterstützen können. Und auch bei Entzündungen kann das Cannabidiol äußerst wirksam sein. Diese werden temporär entweder durch verletztes Gewebe oder bakterielle Krankheitserreger ausgelöst oder aber kommen als anhaltende Entzündungen oder Fremdstoffe auf.

Auch in diesem Zusammenhang hat sich CBD bereits als wirksam erwiesen und hemmt nicht nur Entzündungen und Schmerzen, sondern kann auch bei der Ursachenbekämpfung äußerst hilfreich sein. Inwiefern dies der Fall ist und über welche Eigenschaften der Wirkstoff noch verfügt, zeigt das Folgende.

Was es mit dem Endocannabinoid-System auf sich hat

Als die Erforschung der pflanzlichen Cannabinoide immer weiter fortschritt, wurden Wissenschaftler auch auf das sogenannte Endocannabinoid-System im menschlichen Körper aufmerksam. Es ist ein Subsystem des Nervensystems, welches an der Schmerzregulation, der Steuerung des Erinnerungsvermögens sowie der Kontrolle des Immunsystems beteiligt ist. Auch die Stimmung, der Schlaf, Appetit sowie die Reproduktion werden dadurch beeinflusst. Im System wirken körpereigene Substanzen, die sogenannten Endocannabinoide auf die Rezeptoren, unter anderem CB1 und CB2.

Dadurch werden Signalwege ausgelöst. Heute weiß man, dass in beinahe jedem Organsystem die Endocannabinoide eine Rolle spielen. Auch die Cannabinoide der Cannabispflanze interagieren mit dem System. CBD wirkt sich beispielsweise auf den Rezeptor CB1 aus und kann dadurch unter anderem Heißhunger eindämmen. Insgesamt interagiert es jedoch eher schwach mit den Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems. Bemerkenswert ist jedoch, dass es den Abbau körpereigener Endocannabinoide hemmt und somit deren Wirkung verlängern und verstärken kann.

Auch Hunde und Katzen verfügen über ein Endocannabinoid-System, daher sind spezielle CBD-Produkte auch bei ihnen sehr erfolgsversprechend. Gerade bei chronischen Schmerzen oder beispielsweise zur Unterstützung des Magen-Darm-Trakts kann dies hilfreich sein. Mittlerweile sind spezielle CBD-Öle und sogar CBD-Leckerlis erhältlich. Nebenwirkungen sind dabei kaum bekannt.

Bekannte Eigenschaften und Wirkungsweisen von CBD

Neben seiner Eigenschaft als Appetitzügler, wodurch der Naturstoff mittlerweile immer beliebter im Kampf gegen Übergewicht wird, sind längst weitere Eigenschaften bekannt und gelten als bestätigt. Aufgrund dessen wird es auch in der Therapie einer Vielzahl von Krankheiten längst eingesetzt. Die folgenden Wirkungen sind bisher bekannt:

  • Schmerzlindernde und entkrampfende Wirkungsweise
  • Wirkt anti-epileptisch, anti-psychotisch und angstlösend
  • Entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaft
  • Nervenschützend
  • Antibakteriell gegen bestimmte Keime mit hoher Antibiotikaresistenz
  • Hemmt Übelkeit

Aktuell wird das neuroprotektive Potenzial von CBD untersucht, welches im Zusammenhang mit Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Huntington’s Disease und amyotropher Lateralsklerose (ALS) genauer untersucht wird. Der Stoff scheint in der Lage zu sein, Neuroinflammation, ein Übermaß von Glutamat, oxidativen Stress und Nervendegenerationen im Gehirn zu reduzieren.

Wie der Stoff im Körper wirkt

Die Forschung um das Cannabinoid ist noch lange nicht beendet und Forscher kommen immer wieder zu neuen Erkenntnissen. Laut Franjo Grotenhermen, einem deutschen Arzt, der heute als CBD-Experte gilt, zählen zu den wichtigsten Wirkungsmechanismen des CBD die folgenden:

  • Stimuliert den Vanilloid-Rezeptor Typ 1 mit maximaler Wirkung. Dies erklärt einen Teil der schmerzhemmenden Eigenschaften.
  • Lindert entzündliche und neuropathische Schmerzen durch Unterdrückung chronischer Schmerzreize. Dies wird vermutlich durch den Glycin-Rezeptor vermittelt.
  • Hemmt den Abbau des körpereigenen Cannabinoids Anandamid, wodurch die Konzentration erhöht wird. Darauf zurückzuführen ist die beobachtete antipsychotische Wirkung von CBD.
  • Verstärkt die Signalwirkung des körpereigenen Stoffes Adenosin, wodurch die Ausschüttung von aktivierenden und belebenden Neurotransmittern blockiert werden. Dies erklärt einige der entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD. Ein weiterer Grund könnte die Bindung des Cannabinoids an den GPR55-Rezeptor sein.
  • Verhindert als wirkungsvolles Antioxidans oxidative Schädigungen mindestens genauso gut wie Vitamin C oder Vitamin E.
  • Ruft bei bestimmten Hirntumor-Zellen deren Autophargie (eine Form der Zellzerstörung) hervor und hemmt somit die Vermehrung.
  • Hemmt mehrere Wirkungen von THC, indem es sich als Gegenspieler an den CB1-Rezeptor bindet.
  • Im Zusammenhang mit Krebs konnte bisher herausgefunden werden, dass CBD die Bildung neuer Blutgefäße in Tumorgeweben hemmt.
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Linderung bei verschiedenen Beschwerden und Krankheiten

Wie erwähnt, konnte bereits eine ganze Reihe positiver Eigenschaften von Cannabidiol bestätigt werden. Insbesondere gegen Entzündungen und Schmerzen ist es ein probates Mittel. Doch auch bei den folgenden Krankheiten und Beschwerden hat sich die Wirkungsweise längst oder zumindest in Teilen bestätigt:

  • Neurologische Erkrankungen wie Alzheimer, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Epilepsie, Hirntumore, Huntington-Krankheit (Huntington’s Disease), Multiple Sklerose, Parkinson, Periphere Neuropathien
  • Psychische Erkrankungen wie Angstzustände oder Angststörungen, leichte Schizophrenien, Depressionen, aber auch beim Entwöhnen von Rauchen oder Kiffen
  • Schmerzen und Entzündungen wie Arthrose, Migräne, Muskelspasmen und Nervenschmerzen
  • Außerdem Allergien, Atemwegs- und Hauterkrankungen, Unwohlsein und Übelkeit

Aufgrund der vielen unterschiedlichen Wirkungsweisen ist es kein Wunder, dass das Mittel aus dem Hanf mittlerweile zur Behandlung verschiedenster Symptome und Krankheiten eingesetzt wird. Bei einer Vielzahl der Beschwerden wird zudem weiter an den gesundheitlichen Vorteilen und Wirkungsweisen von CBD geforscht. Die folgenden Erkenntnisse konnten bereits gewonnen werden:

Epilepsie

Insbesondere bei bestimmten genetisch bedingten Epilepsieformen von Kindern kann CBD die Anfälle wirksam unterdrücken, ohne dabei einen Gewöhnungseffekt herbeizuführen, der eine ständige Erhöhung der Dosis erforderlich machen würde. In einigen Studien zeigte sich, dass etwa die Hälfte aller Patienten durch CBD keine Anfälle mehr erlitten und sich bei 38 Prozent die Häufigkeit der Anfälle reduzierte.

Alzheimer

Bei einer Alzheimer-Erkrankung verkümmert das Gehirn zunehmend. Grund dafür könnte eine Entzündungsreaktion im Nervengewebe sowie Ablagerungen im Gehirn, das Absterben von Nervenzellen und oxidativer Stress sein. Studien zeigen, dass eine Behandlung mit CBD die Entzündungsreaktionen im Gehirn wirksam hemmen kann, es zudem den oxidativen Stress vermindert und die Nervenzellen vor dem Absterben schützt.

Parkinson

Bei Parkinson handelt es sich um eine langsam fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die von einem Zittern über eine eingeschränkte Beweglichkeit bis hin zur Muskelstarre reichen kann. Eine der Gründe dafür ist das Absterben von dopaminproduzierenden Nervenzellen im Gehirn. Laut einigen Studien kann CBD den Dopaminverlust abschwächen.

Schizophrenie

Der bekannteste Stoff aus dem Hanf ist THC, der Psychosen bekanntermaßen begünstigen kann. CBD bewirkt das genaue Gegenteil: Im Jahr 2012 fanden Wissenschaftler in einer Studie heraus, dass CBD-Präparate bei Patienten mit akuter Schizophrenie genauso erfolgreich waren wie Medikamente. Allerdings wiesen sie deutlich weniger Nebenwirkungen auf. Forscher gehen davon aus, dass dies mit der Erhöhung des Anandamid-Spiegels durch Cannabidiol einhergeht.

Krebs

Immer mehr Forschungen finden krebshemmende Eigenschaften von CBD heraus. In einer Brustkrebsstudie wurde durch CBD beispielsweise ein programmierter Zelltod ausgelöst. Bei Leukämiezellen gab es ähnliche Befunde. Auch hier konnte eine Reduzierung der Lebensfähigkeit und Herbeiführung des Zelltods durch CBD beobachtet werden. Bei weiteren Experimenten an Zellen hemmte CBD sogar die Bildung von Metastasen an Lungenkrebs. Zwar ist die Behandlung von CBD keine Alternative zur Krebstherapie, als Ergänzung ist der Stoff jedoch durchaus sinnvoll.

Abhängigkeiten

Mittlerweile finden sich sogar Hinweise über die Wirksamkeit von CBD bei Abhängigkeiten von THC, Nikotin oder Opiaten. Das Cannabinoid scheint Entzugssymptome lindern zu können. In einer Studie mit ausstiegswilligen Rauchern fiel es den mit CBD Behandelten leichter, auf Zigaretten zu verzichten als der Vergleichsgruppe mit Placebo. Die Zahl der gerauchten Zigaretten sank bei den CBD-Behandelten im Schnitt um etwa 40 Prozent, während der Kontrollgruppe keine Reduzierung gelang.

Wie Entzündungen entstehen

Auch bei akuten Entzündungen hat sich der Einsatz von CBD längst bewährt. Im Vorfeld sollte jedoch geklärt werden, wie Entzündungen überhaupt entstehen und was sie genau sind.

Der menschliche Körper besteht aus einer Vielzahl individueller Zellen, die alle zusammenarbeiten und miteinander kommunizieren. Das Nervensystem ist dafür da, um Botschaften in Form von elektrischen Impulsen an das Gehirn oder von ihm ausgehend zu senden. Damit dies gelingt, kommen chemische Botenstoffe zum Einsatz, sogenannte Neurotransmitter. Der Entzündungsprozess ist stark von ihnen abhängig und es gibt dutzende von Entzündungsbotenstoffe, die jeweils eine ganz bestimmte Botschaft übermitteln.

Einige rufen beispielsweise Immunzellen in eine Körperregion, um Infektionen zu beseitigen, andere weisen das Herzkreislaufsystem an, mehr Blut in eine bestimmte Stelle fließen zu lassen. Bei allergischen Reaktionen werden beispielsweise Mastzellen aktiviert. Stoßen sie auf ein Allergen, schütten sie eine hohe Dosis Entzündungsmarker, wie beispielsweise Histamin aus, welche eine Reihe entzündlicher Reaktionen auslösen, die wir als allergische Reaktionen wie Nesselsucht, geschwollene Augen oder eine laufende Nase kennen.

Die Forschung ist noch lange nicht beendet und Wissenschaftler gewinnen immer noch neue Erkenntnisse über Entzündungen hinzu. Bekannt ist jedoch bereits, dass es zwei verschiedene Oberarten von Entzündungen gibt und sich die Behandlungsart darauf bezieht, mit welcher Art von Entzündung wir es zu tun haben. Um eine Entzündung zu stoppen, müssen die chemischen Botenstoffe gehemmt werden.

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Akute und chronische Entzündungen

Entzündungen können abhängig sein von verschiedenen Ursachen und treten daher auch in verschiedenen Formen auf. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten, in die sich die Entzündungen kategorisieren lassen.

Akute Entzündungen

Hierbei handelt es sich um eine kurzfristige Entzündung, die in der Regel kürzer als sechs Monate andauert. Sie ist das Ergebnis einer traumatischen Verletzung wie beispielsweise einem verstauchten Knöchel oder einer angespannten Muskulatur, die sich schließlich als Schmerz, Rötung, Immobilität, Schwellung oder Hitze manifestieren kann. Diese Form ist eine Reaktion, welche das Ziel verfolgt, den verletzten Bereich zu schützen und eine Heilung auszulösen. Dabei wandern spezielle Zellen in die betroffene Stelle, um Trümmer und beschädigtes Gewebe zu entfernen.

Bekannte Ursachen für akute Entzündungen sind:

  • Allergische Reaktionen
  • Asthmaanfälle
  • Ekzeme
  • Frühstadien von Arthritis
  • Frühstadien von Depressionen
  • Traumatische Verletzungen

Dauert die Reizung jedoch an, können aus akuten im schlimmsten Fall chronische Entzündungen werden.

Chronische Entzündungen

Sobald Entzündungen länger als sechs Monate andauern, werden sie als chronisch eingestuft. Sie werden durch Krankheitserreger, Viren sowie eine überaktive Immunantwort verursacht und treten auf, wenn das Immunsystem gesundes Gewebe als Bedrohung wahrnimmt und es angreift. Auch Autoimmunerkrankungen werden auf diese Weise ausgelöst. Dadurch können chronische Entzündungen jahrelang anhalten und mit den folgenden Krankheiten verbunden sein:

  • Arthrose
  • Depression
  • Entzündliche Darmerkrankungen
  • Hepatitis
  • Multiple Sklerose
  • Parkinson
  • Rheumatoide Arthritis
  • Schuppenflechte

Behandlungsmöglichkeiten von Entzündungen

Entzündungen sind in der heutigen Welt sehr weit verbreitet. Daher haben sich über die Jahre eine Vielzahl an Behandlungsansätzen entwickelt, die in vier Kategorien aufgeteilt werden können:

  • Ernährungsumstellung
  • Entzündungshemmende Medikamente
  • Änderung des Lebensstils
  • Pflanzliche Ergänzungsmittel

Ernährungsumstellungen sind insbesondere bei Lebensmittelallergien und damit verbundenen Entzündungen sinnvoll. Hier gilt es, die Ursache zu finden und Lebensmittel zu vermeiden, welche Entzündungen auslösen. Des Weiteren wird der Verzehr von mehr Ballaststoffen, Lebensmitteln, die reich an Antioxidantien sind sowie entzündungshemmenden Lebensmitteln empfohlen.

Bei entzündungshemmenden Medikamenten kommen insbesondere Kortikosteroide, NSAR-Medikamente wie Aspirin, Ibuprofen und Paracetamol sowie TNF-Hemmer wie Adalimumab und Etanercept zum Einsatz. Die Arzneimittel sind jedoch häufig mit etlichen Nebenwirkungen verbunden, darunter Übelkeit und Erbrechen, Durchfall oder Verstopfungen, Ausschlag, Schwindel und Schläfrigkeit. In manchen Fällen sind auch schwerwiegende Nebenwirkungen wie Leber- oder Nierenversagen die Folge. Des Weiteren stehen medikamentöse Behandlungen im Verdacht, das Risiko von Schlaganfällen und Herzinfarkten zu erhöhen.

Weniger risikoreich ist die Umstellung des Lebensstils. Hier geht es besonders darum, leichte aerobische Übungen und Yoga in den Alltag zu integrieren. Zusätzlich sollten Techniken zum Stressabbau erlernt und angewendet werden und die Schlafhygiene soll verbessert werden.

Auch pflanzliche Ergänzungsmittel können bei Entzündungen helfen. Ganz oben steht der Wirkstoff CBD, doch auch Ingwerwurzel, Weihrauchharz, Kurkuma oder Aloe Vera können helfen.

CBD als Entzündungshemmer

Als pflanzliches Ergänzungsmittel schafft es CBD, Entzündungen entgegenzuwirken und besitzt dabei kaum bekannte Nebenwirkungen. Das Cannabinoid beeinflusst insbesondere indirekt das Endocannabinoid-System und wirkt unter anderem als Hemmer der Wiederaufnahme sowie dem Abbau von Anandamid. Neben dem Endocannabinoid hemmt CBD auch andere an chronischen Entzündungen beteiligten Botenstoffen wie TNF-α, NF-kB, IL-6 sowie IFN-γ. Die Moleküle gehören zur Klasse der Endocannabinoide und fungieren als Entzündungsregulatoren im Körper.

Darüber hinaus aktiviert Cannabidiol die Vanilloid-Rezeptoren im Körper, die verantwortlich für die Steuerung anderer Entzündungsbotenstoffe sind. Außerdem verlangsamt der Stoff aus dem Cannabis die Aktivierung von Immunzellen wie T- oder B-Zellen, die verantwortlich für die Aufrechterhaltung von autoimmunbedingten Entzündungen sind. Als letzter Faktor löst CBD darüber hinaus die sogenannte Apoptose (programmierter Zelltod) in Immunzellen aus, die an chronischen Entzündungen beteiligt sind.

Die folgende Tabelle gibt ab, welche Entzündungsbotenstoffe durch das Cannabinoid gehemmt werden können:

Entzündungsbotenstoff Rolle bei Entzündungen
IFN-γ Stark an der Aufrechterhaltung chronischer Krankheiten beteiligt.
NF-kB Einer der Hauptfaktoren für die Aufrechterhaltung von Psoriasis und Krebswachstum.
TNF-α Löst systematisch Entzündungen aus.
IL-4 Steht in engem Zusammenhang mit Autoimmunität.
IL-6 Löst bei akuter Entzündung eine Entzündungskaskade aus und ist ein wichtiger Faktor von chronischen Entzündungen und Autoimmunität.
IL-8 An akuten Entzündungen durch virale und bakterielle Infektionskrankheiten beteiligt.
IL-12 An autoimmunen Erkrankungen beteiligt, beispielsweise rheumatoider Arthritis.
IL-13 Je nach beteiligten anderen Botenstoffen kann es entzündungsauslösend oder entzündungshemmend sein.
Prostaglandine Einer der Hauptregulatoren für Einsetzen und Aufrechterhaltung von Entzündungsreaktionen.
Leukotriene Einer der Hauptregulatoren für Einsetzen und Aufrechterhaltung von Entzündungsreaktionen.

Auch andere Cannabinoide wie THC oder CBN verfügen über entzündungshemmende Wirkungen. Sie sind ebenfalls für die Bekämpfung verschiedener Entzündungsarten nützlich. Von allergischen Reaktionen und Autoimmunität bis hin zu Verstauchungen und Zerrungen.

Auch bei Sport kann beispielsweise Cannabisöl aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung als Regenerationsmittel dienen. Bei unmittelbaren Verletzungen ist es eine große Hilfe zur Schmerzlinderung und zur Reduktion von Schwellungen. Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat CBD von der Liste verbotener Substanzen genommen, sodass es selbst im Profisport eingesetzt werden kann.

Lies jetzt im Magazin:  CBD-Öl und Medikamente: Gibt es Wechselwirkungen?

So kann der Naturstoff eingenommen werden

Mittlerweile finden sich auf dem Markt ganz unterschiedliche CBD-Präparate und Extrakte in den unterschiedlichsten Formen. Die Ölform ist dabei die wohl beliebteste sowie auch einfachste Art und Weise, das Mittel einzunehmen. Doch nicht jede Variante ist auch für jede Art von Beschwerden geeignet. Im Folgenden findet sich eine Liste von Cannabidiol in seinen verschiedenen Formen:

Öle und Tinkturen

CBD-Öle ermöglichen eine einfache und wirksame Dosierung und sind lange haltbar. Tinkturen sind den Ölen sehr ähnlich, als Träger kommt jedoch Alkohol zum Einsatz. Deshalb verfügen auch sie über eine lange Haltbarkeit und es ist besonders einfach, der Rezeptur entzündungshemmende Kräuter als weitere Inhaltsstoffe beizumischen. Der Geschmack ist jedoch eher unangenehm. Für den Einsatz bei Entzündungen sind beide Möglichkeiten zu empfehlen.

Noch besser sind jedoch Vollspektrum-Extrakte, die CBD mit anderen Cannabinoiden verbinden, welche ebenfalls über entzündungshemmende Wirkungsweisen verfügen. Zur Anwendung wird die beabsichtigte Menge an Tropfen mit der Pipette abgemessen und unter die Zunge geträufelt, wodurch sich die Wirkung besonders schnell entfaltet. Wer hingegen eine langsamere Wirkung wünscht, schluckt den Extrakt einfach herunter.

Kapseln

Auch sie bestechen durch eine äußerst einfache und daher beliebte Einnahme. Diese ist auch unterwegs jederzeit möglich und die Dosierung ist einfach abzumessen. Allerdings dauert es eine Weile, bis der Wirkstoff den Magen erreicht. Erst dort kann er jedoch seine volle Wirkung entfalten.

Zäpfchen

Für den allgemeinen Einsatz sind sie eher unbeliebt, allerdings sind Zäpfchen hervorragend geeignet, um Entzündungen des Verdauungstraktes zu behandeln, da die Zäpfchen die Cannabinoide direkt an die betroffene Stelle liefern.

Topische CBD-Produkte

Entzündungen der Haut können ebenfalls durch die Anwendung mit CBD gelindert werden. Ein Topikum, zumeist als Salben mit CBD als Hauptwirkstoff, ist hierbei die beste Wahl, da die Cannabinoide dadurch ihre Wirkung auf das entzündete lokale Gewebe konzentrieren können. Topische Produkte sind besonders geeignet bei Psoriasis, Ekzemen, Allergischer Dermatitis, Akne, Muskelverletzungen sowie Sehnenscheidenentzündungen.

E-Liquids und Vape-Öle

Vapen des CBDs ist die wohl wirksamste aller Dosierungsarten, da die Bioverfügbarkeit über die Lunge höher ist als über das Verdauungssystem. Allerdings hält die Dauer der Wirkung kürzer an und mit der Zeit können die Kosten enorm in die Höhe schnellen. Insbesondere bei Entzündungen in der Lunge ist das Vapen das Mittel Nummer eins, andere Krankheiten wie Asthma können sich beim Verdampfen der CBD-Öle jedoch verschlimmern.

Vape-Öle können sehr hoch dosiert werden. Dies ist insbesondere bei schweren Entzündungen wie entzündlichen Darm- oder Autoimmunerkrankungen von Vorteil. Doch auch kleinere Dosen können durch das Vapen aufgenommen werden.

Esswaren

Auch in Gummibonbons, Keksen oder Speiseölen lässt sich CBD mittlerweile finden und ist dort ebenso wirksam wie in seinen anderen Formen. Dennoch sollten Bonbons oder Kekse nicht die erste Wahl sein, da neben dem Cannabinoid auch große Mengen an Zucker verarbeitet werden, die Entzündungen eher begünstigen und darüber hinaus alles andere als gesund sind.

Mögliche Wechsel- und Nebenwirkungen

Die Liste an Nebenwirkungen bei CBD ist im Gegenteil zu vielen Medikamenten überschaubar und zudem eher harmlos. Lediglich in der Schwangerschaft sollte kein CBD eingenommen werden, da es laut einer Studie die Schutzfunktion der Plazenta reduzieren und ihre Eigenschaften verändern kann. Außerhalb der Schwangerschaft kann es zu Appetitlosigkeit, teilweise Mundtrockenheit, einem niedrigen Blutdruck und einer anfänglichen Schläfrigkeit kommen. Da jeder Mensch anders ist, treten diese Nebenwirkungen jedoch längst nicht bei allen auf und sind häufig nur ein Phänomen der Eingewöhnungszeit.

Allerdings kann es zu Wechselwirkungen mit Medikamenten sowie einigen Nahrungsergänzungsmitteln kommen. Dies liegt daran, dass das Cannabidiol auch Enzyme im Körper beeinflusst, die am Abbau von Medikamenten beteiligt sind. Dadurch können einige Medikamente in Kombination mit CBD stärker oder schwächer wirken. Dies kann einige Säure- und Gerinnungshemmer sowie Schmerzmittel und Neuroleptika betreffen. In Wechselwirkung mit Nahrungsergänzungsmittel kann CBD unter anderem bei Katzenminze, Kava, Hopfen, L-Tryptophan, Johanniskraut und Melatonin treten.

Zusammenfassung

Neben einer Vielzahl an positiven Eigenschaften für die Gesundheit des menschlichen Organismus, verfügt CBD über eine entzündungshemmende Wirkung. Sowohl akute als auch chronische Entzündungen können durch Cannabidiol gelindert werden. Es hemmt an Entzündungen beteiligte Botenstoffe und sorgt dadurch für Linderung.

Quellen und weiterführende Links

Artikelbild: horillaz / Bigstock.com

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