5 mögliche GrĂŒnde, warum CBD bei dir nicht wirken könnte

gz warum cbd nicht wirken koennte 349514746

Man hat sich zum ersten Mal ein CBD-Produkt bestellt und erhofft sich eine sofortige Besserung der Beschwerden. Umso grĂ¶ĂŸer ist die EnttĂ€uschung, dass sich an den Schmerzen nicht wirklich etwas geĂ€ndert hat. Sicherlich ist CBD kein Wundermittel und man darf nicht auf ein Wunder hoffen, aber man sollte die Hoffnung auch nicht sofort begraben. Es gibt einige GrĂŒnde, warum CBD möglicherweise nicht wirkt:

  • man benötigt eine Beratung
  • die Dosierung ist nicht perfekt
  • man erwartet zu schnell zu viel
  • man benötigt eine andere Darreichungsform von CBD
  • CBD-Produkt ist von schlechter QualitĂ€t

Wie wirkt CBD auf den Körper?

Bei CBD (Cannabidiol) handelt es sich um eine nicht-psychoaktive Substanz, die in der weiblichen Cannabispflanze vorkommt. Auf der einen Seite wird CBD aufgrund seiner möglichen medizinischen Wirkungen eingenommen und auf der anderen Seite versprechen sich Anwender eine Linderung ihrer Beschwerden. Glaubt man den verschiedenen Aussagen ĂŒber CBD, dann soll das Mittel entkrampfend, angstlösend, stresslösend und antidepressiv wirken.

CBD-Produkte wirken auf das Endocannabinoid-System (ECS), welches sich mittels eines Netzwerkes von Rezeptoren und Neutransmittern durch den kompletten Körper zieht. Dabei schĂŒtzt das Endocannabinoid-System die Nervenzellen und die Muskulatur, sorgt fĂŒr die Knochengesundheit, die SchlafqualitĂ€t, die Stimmungen, das Sozialverhalten, die Verdauung und fĂŒr die Schmerzwahrnehmung. Im all dies leisten zu können bedient sich das Endocannabinoid-System körpereigenen Cannabinoide, den Endocannabinoiden.

Warum muss zusÀtzlich Cannabidiol eingenommen werden?

Sicherlich stellt man sich die Frage, wenn der Körper ĂŒber eigene Cannabinoide verfĂŒgt, warum man dann zusĂ€tzlich welche einnehmen soll. Dazu muss gesagt werden, dass der menschliche Körper und sein Endocannabinoid-System aus den verschiedensten GrĂŒnden aus dem Gleichgewicht kommen kann und dann die körpereigenen Cannabinoide nicht ausreichen, um die Funktionen aufrecht zu erhalten.

Durch die Einnahme von Cannabidiol kann dieses Gleichgewicht wieder ins Lot gebracht werden, denn die Cannabinoide aus den CBD-Produkten ahmen die Endocannabinoide nach.

Was hat es mit dem Endocannabinoid-System auf sich?

Schon seit tausenden von Jahren verwendet man Cannabis zu medizinischen Zwecken und doch sind noch lĂ€ngst nicht alle Wirkungsweisen des Naturproduktes erforscht. Bekannt ist jedoch, dass es im menschlichen Körper ein Endocannabinoid-System gibt, welches eine wichtige Rolle fĂŒr den Organismus und die verschiedenen Körperfunktionen spielt. Cannabinoide wie das CBD docken an die Cannabinoid-Rezeptoren der Zellmembrane an und aktivieren diese. Solche Rezeptoren sind im ganzen Körper zu finden, auch wenn bisher nur die zwei

  • CB1
  • CB2

davon bekannt sind. CB1-Rezeptoren befinden sich auf den Nervenzellen, wĂ€hrend die CB2-Rezeptoren sich auf den Zellen des Immunsystems und den Zellen fĂŒr den Knochenauf- und -abbau befinden. ZusĂ€tzlich beeinflussen die CB1-Rezeptoren die Lern- und Bewegungsprozesse im Gehirn.

Studien zufolge könnten es auch die CB1-Rezeptoren sein, die fĂŒr das Löschen von negativen Erinnerungen verantwortlich sind.

Sind die Rezeptoren im Endocannabinoid-System erst einmal aktiviert, dann wird die Übertragung der Neutransmitter Dopamin, Glutamat, GABA und Serotonin beeinflusst. In der Folge werden die körpereigenen Prozesse reguliert und ein mögliches Ungleichgewicht der körpereigenen Cannabinoide ausgeglichen.

ZusÀtzlich ist das Endocannabinoid-System an weiteren Prozessen im Körper beteiligt. Dazu zÀhlen:

  • Appetit
  • BewegungsfĂ€higkeit
  • Krebs
  • Schlaf
  • Schmerz

GrĂŒnde fĂŒr das Nichtwirken von CBD

Die Wirkung von CBD-Produkten wird subtil wahrgenommen. Wichtig ist daher die regelmĂ€ĂŸige Einnahme, damit es zu einer befriedigenden Wirkung kommen kann. Dennoch gibt es eine Reihe von GrĂŒnden, warum CBD bei einigen scheinbar nicht zu wirken scheint.

1. Die fehlende Beratung

Eventuell schwĂ€rmen andere Personen mit chronischen Erkrankungen von den positiven Wirkungen des CBD und man möchte das fĂŒr sich ebenfalls ausprobieren. Immer öfter hört und liest man, dass CBD eine Alternative zu Medikamenten darstellt, bei denen die Einnahme auf Dauer zu Nebenwirkungen fĂŒhren kann oder dass deutliche Besserungen zu verspĂŒren sind. Bei all diesen Aussagen sollte man bedenken, dass man sich an das Naturmittel CBD erst herantasten muss. Man sollte sich also im Vorfeld immer erst ausgiebig ĂŒber CBD informieren und auch beraten lassen.

2. Die falsche Dosierung

Es ist nicht einfach, die passende Dosierung fĂŒr die eigenen BedĂŒrfnisse zu finden, da jeder Mensch verschieden ist. Beginnen sollte man daher immer mit einer niedrigen Dosis und sich dann Schritt-fĂŒr-Schritt an die richtige Dosierung herantasten. Wichtig ist es zudem, dass man CBD-Produkte tĂ€glich verwendet, denn sonst ist es möglich, dass man die Dosierung immer wieder neu anpassen muss.

Aus gesetzlichen GrĂŒnden dĂŒrfen die Hersteller der CBD-Produkte keine eindeutige Dosierempfehlung geben. CBD-Produkte, die in der EU verkauft werden, mĂŒssen daher immer mit der niedrigsten Dosierung beworben werden. Man muss also die Dosierung seinen individuellen BedĂŒrfnissen anpassen. So kann es durchaus vorkommen, bis man eine erste Wirkung verspĂŒrt, hat man das erste FlĂ€schchen CBD-Öl verbraucht. Wichtig ist es, dass man nicht zu schnell aufgibt und die persönliche Dosis in wöchentlichen Schritten erhöht.

Des Weiteren kann ein zu hoher Körperfett-Anteil die Aufnahme von CBD stören. Fettzellen ziehen magisch alle Cannabinoide an sich, sodass dem Kreislauf nur noch sehr wenige der Cannabinoide zur VerfĂŒgung stehen. Hat man einen hohen Körperfettanteil, so kommen die Cannabinoide nicht immer da an, wo sie eigentlich wirken sollen. Die Dosierung nach oben ist hier die logische Konsequenz.

3. Falsche Erwartungen an CBD

Endlich hĂ€lt man das lang ersehnte CBD-Produkt in den HĂ€nden. Sofort tropft man sich etwas auf die Zunge, aber die erhoffte Linderung bleibt aus. Unweigerlich fragt man sich, warum das CBD keine Wirkung zeigt. Dazu muss man sagen, dass eine sofortige Wirkung eher die Ausnahme darstellt. Vielfach muss man das Mittel mehrere Tage bis zu ein paar Wochen einnehmen, um einen positiven Effekt festzustellen. Sollte man nach einer lĂ€ngeren Einnahme der CBD-Produkte noch immer keine Wirkung verspĂŒren, dann kann dies ein Indikator sein, die Dosis anzupassen.

Zumeist sind CBD-Produkte aus dem Handel nicht sehr stark konzentriert. Außerdem spielt das individuelle Endocannabinoid-System eine wichtige Rolle, ob und wann man die ersten Erfolge verspĂŒrt. Auch hier gilt – nicht zu frĂŒh aufgeben.

4. Die falsche Darreichungsform

CBD gibt es in den unterschiedlichsten Darreichungsformen als

  • Öl
  • Paste
  • Creme/Salbe
  • Kapseln
  • Globuli
  • E-Liquids

Je nach Darreichungsform wird das CBD unterschiedlich vom Körper absorbiert, sodass die Wirkung unterschiedlich ausfĂ€llt und andauert. Man sollte daher verschiedene Darreichungsformen ausprobieren, um das richtige CBD-Produkt fĂŒr sich zu finden.

Entscheidend hierbei ist auch, ob es sich beim CBD-Produkt um ein CBD-Isolat oder ein Vollspektrum Extrakt handelt. Isolate sind in der Regel weniger wirkungsvoll, da das Vollspektrum-Extrakt neben dem Cannabidiol noch weitere Cannabinoide sowie Mineralien, Vitamine und Flavonoide enthÀlt.

An dieser Stelle muss auch nochmals erwĂ€hnt werden, dass CBD-Produkte keine psychoaktive Wirkung haben und man daher auch die Wirkung nicht so leicht wahrnimmt. Vielfach zeigt sich eine Wirkung in der Linderung von Beschwerden, man fĂŒhlt sich aktiver oder kann nachts besser schlafen. Es ist also wichtig, dass man die CBD-Produkte regelmĂ€ĂŸig und ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum einnehmen muss.

5. Die schlechte QualitÀt der CBD-Produkte

CBD ist nicht gleich CBD. Die Produkte unterliegen den verschiedenen QualitÀtsstandards, sodass es durchaus vorkommt, dass man ein Mittel mit mangelhafter QualitÀt erworben hat. Hier sollte man sich an Erfahrungsberichten von anderen orientieren und verschiedene CBD-Produkte ausprobieren.

Bei einigen CBD-Produkten werden die Wirkstoffe nicht sauber extrahiert oder es werden zu wenig Pflanzen fĂŒr die Extraktion genutzt. Daher ist es wichtig, dass man einem seriösen HĂ€ndler vertraut und sich nicht auf Billig-Produkte verlĂ€sst. Bei Letzteren ist es durchaus möglich, dass die Angabe des Wirkstoffgehaltes nicht der Wahrheit entspricht, nur um ein hochwertiges Produkt vorzugaukeln.

Sind CBD-Produkte das richtige Mittel?

Diese Frage muss man sich natĂŒrlich auch stellen, wenn man sich fĂŒr ein CBD-Produkt entscheidet. Die meisten Nutzer der CBD-Produkte sind an den entspannenden und beruhigenden Eigenschaften des Mittels interessiert. Erwartet man bewusst zu viel von den CBD-Produkten, kann es vorkommen, dass die Wirkung auf der Strecke bleibt.

Zusammenfassung

Gerade in den letzten Jahren setzen immer mehr Menschen mit Schmerzen und Ähnlichem auf CBD. Sie erhoffen sich nebenwirkungsfrei eine Linderung ihrer Schmerzen und eine Verbesserung ihrer Befindlichkeiten. Nicht immer trifft dies zu, was an den verschiedensten GrĂŒnden liegen kann.

Die hÀufigsten Fragen / FAQ

🕰 Wann wirkt CBD-Öl bei Depressionen?

Leider gibt es aktuell keine klinischen Studien und damit auch keine wissenschaftlichen Belege, wann und ob CBD-Öl bei Depressionen positive Effekte hat.

đŸ€ą FĂŒr was ist CBD gut?

Da CBD beruhigend und krampflösend wirken kann, kann es vor allem bei Übelkeit, AngstzustĂ€nden und Schmerzen helfen.

⏳ Wie schnell wirkt CBD?

Leider lĂ€sst sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Dies hĂ€ngt ganz davon ab, in welchem Bereich Sie CBD einsetzen wollen, welchen CBD-Gehalt z.B. Ihr Öl hat, aber auch welche Darreichungsform Sie wĂ€hlen.

💧 Wie viele Tropfen CBD-Öl sollte man einnehmen?

Bei der Dosierung ist unbedingt auf den CBD-Gehalt im Öl zu achten. Bei Schmerzen wĂ€re z.B. eine Empfehlung tĂ€glich 2×4 Tropfen CBD-Öl mit einem Gehalt von 10% einzunehmen.

Artikelbild: Kanjana Kawfang / Bigstock.com

  • Hat Ihnen dieser Artikel weitergeholfen? Ihr Feedback ist uns sehr wichtig!
  • JaNein

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Scroll to Top