Gesundheit: Frauen, die regelmĂ€ĂŸig trainieren, leben lĂ€nger

Gesundheit: Frauen, die regelmĂ€ĂŸig trainieren, leben lĂ€nger

Irgendwie wussten wir das schon lange – betreibt man regelmĂ€ĂŸig Sport, dann unterstĂŒtzt man seinen Körper. Eine neue Studie geht hier sogar noch einen Schritt weiter und sagt, dass sich das regelmĂ€ĂŸige Training positiv auf die Lebenserwartung von Frauen auswirkt. Eine körperliche BetĂ€tigung jeglicher Art oder regelmĂ€ĂŸiger Sport ist gut fĂŒr den Körper. Dies gilt gleichermaßen fĂŒr MĂ€nner und Frauen.

Bisher gab es nur wenige Studien, wie sich Fitness und ein regelmĂ€ĂŸiges Workout auf den weiblichen Organismus auswirkt.

Sport hat positiven Einfluss auf die weibliche Gesundheit

Genau diese These hat die aktuelle Studie aufgegriffen. Sie möchte zeigen, dass sich das regelmĂ€ĂŸige Workout nicht nur fĂŒr die weibliche Gesundheit lohnt, sondern auch fĂŒr die Lebenserwartung von Frauen.

Die Ergebnisse geben eindeutige Hinweise. Frauen, die sich regelmĂ€ĂŸig sportlich betĂ€tigen haben ein deutlich geringeres Risiko an

  • Krebs,
  • Herzerkrankungen und
  • anderen Krankheiten

zu erkranken und daran zu sterben. Diese Studie wurde Ende letzten Jahres auf dem wissenschaftlichen Kongress der EuropĂ€ischen Gesellschaft fĂŒr Kardiologie (ESC) vorgestellt.

Welche Belastung kann das weibliche Herz aushalten?

Fest steht, dass Frauen zumeist lĂ€nger leben als MĂ€nner. Daher war es wichtig festzustellen, welche positiven Auswirkungen regelmĂ€ĂŸiger Sport auf das weibliche Herz hat. Die erwĂ€hnte Studie umfasste 4714 erwachsene Frauen. Bei ihnen wurde anhand einer Echokardiographie (EKG) die Belastbarkeit und die Herzfunktion wĂ€hrend des Trainings ausgewertet, damit ein Zusammenhang mit der Lebensdauer gestellt werden konnte.

WÀhrend des EKGs sollten die Frauen auf dem Laufband ein Training absolvieren. Dabei wurde den Probandinnen gesagt, dass sie die IntensitÀt langsam bis zur Erschöpfung steigern sollten. WÀhrend des gesamten Tests wurden Bilder vom arbeitenden Herzen aufgenommen. Als maximale Belastung von zehn StoffwechselÀquivalenten (METs) wurde die Fitness definiert.

Dies ist durchaus vergleichbar mit dem Bezwingen von vier Stockwerken ohne Pause. Frauen mit guten Trainingsergebnissen der zehn METs oder gar mehr wurde am Ende des Trainings mit den Frauen verglichen, die weniger als zehn METs erreichten.

Sport verringert die Sterblichkeitsrate deutlich

In einer Nachbeobachtungszeit von durchschnittlich 4,6 Jahren erlitten 345 Probandinnen einen kardiovaskulĂ€ren Tod. 164 von ihnen starben an Krebs und 203 an anderen Ursachen. Weitere Faktoren, die die Lebensdauer beeinflussen können, wurden von den Forschern ausgeschlossen, sodass man zu dem Ergebnis kam, dass die METs ein deutlich geringeres Risiko fĂŒr TodesfĂ€lle bergen.

Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist, dass Frauen mit einer guten körperlichen LeistungsfĂ€higkeit an fast viermal geringere jĂ€hrliche Sterblichkeitsrate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben als Frauen mit schlechter körperlicher LeistungsfĂ€higkeit. In Prozenten ausgedrĂŒckt sind das 0,6 % zu 2,2 %.

Ähnlich sieht es auch bei den TodesfĂ€llen durch Krebs aus. Die körperliche Fitness nimmt auch hier einen großen Einfluss. Bei einer guten Fitness liegt das Risiko an Krebs zu sterben nur etwa halb so hoch wie bei untrainierten Frauen. Auch hier sprechen die Prozente eine deutliche Sprache – 0,4 % gegenĂŒber 0,9 %.

Im Allgemeinen lag die Sterblichkeitsrate um viermal niedriger bei Frauen, die regelmĂ€ĂŸig Sport treiben als bei denen, die körperlich schlecht belastbar sind. In Prozent sind dies 0,3 % gegenĂŒber 1,4 %.

Frauen profitieren in jedem Fall vom Training

In der erwĂ€hnten Studie befanden sich zwar mehr Frauen im mittleren oder hohen Alter, jedoch können Frauen jedes Alters von einem regelmĂ€ĂŸigen Training profitieren. In Zahlen ausgedrĂŒckt nahmen an der Studie 80 % an Frauen teil, die zwischen 50 und 75 Jahre alt waren.

ResĂŒmee der Studie ist, dass ein regelmĂ€ĂŸiges Training das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, an Krebs oder an anderen Ursachen zu sterben deutlich senkt.

Mit allgemeiner Fitness die Herzfunktion verbessern

Aufgrund der gemessenen Herzfunktion wĂ€hrend des Tests ließ sich nicht wirklich etwas zur Wahrscheinlichkeit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sagen. Frauen mit einer schwachen Pumpleistung in den Kammern hatten in den folgenden Jahren ein erhöhtes Risiko an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben. VerfĂŒgten die Frauen jedoch ĂŒber eine allgemein gute Fitness, sank dieses Risiko.

So kann deutlich gesagt werden, dass Frauen, deren Herz wĂ€hrend des Trainings normal arbeitet sehr unwahrscheinlich eine kardiovaskulĂ€re Erkrankung erleiden. Man muss dabei jedoch bedenken, dass bei einer geringen allgemeinen Fitness das Risiko an Krebs oder anderen Erkrankungen zu sterben bestehen bleibt. Möchte Frau also ihren Körper unterstĂŒtzen, dann sollte sie insgesamt ihre körperliche Fitness verbessern und regelmĂ€ĂŸig trainieren.

Zusammenfassung

Studien beweisen, dass man mit regelmĂ€ĂŸigem Sport durchaus etwas fĂŒr seine Gesundheit tun kann. Dies gilt nicht nur fĂŒr MĂ€nnern, sondern in gleichem Maß auch fĂŒr Frauen. Eine gute allgemeine Fitness kann die Herzfunktion verbessern und somit die Sterblichkeitsrate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Die hÀufigsten Fragen / FAQ

đŸ€Ÿâ€â™‚ïž Durch welchen Sport lebt man lĂ€nger?

Prinzipiell kann man sagen, dass jede Sportart dazu verhilft ein lĂ€ngeres Leben zu fĂŒhren, da sich Sport positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt. Jedoch sind vor allem Teamsportarten besonders effektiv.

🏾 Welche Sportarten verlĂ€ngern das Leben?

Einer Studie zufolge verlĂ€ngern Sportarten wie Tennis, Badminton, Fußball oder auch Radfahren das Leben.

đŸ‹ïžâ€â™€ïž Warum ist es wichtig Sport zu treiben?

Zum einen schĂŒtzt ausreichend Sport vor Übergewicht und Diabetes, aber vor allem stĂ€rkt Bewegung das Herz.

🕰 Wie kann ich mein Leben verlĂ€ngern?

Zum einen kann durch ausreichend Sport das leben „verlĂ€ngert“ werden, bzw. bestimmten Krankheiten vorgebeugt werden. Allerdings gehören auch andere Faktoren dazu: man sollte nicht rauchen, sich gesund ernĂ€hren und ĂŒbermĂ€ĂŸigen ALkoholkonsum vermeiden.

Quellen und weiterfĂŒhrende Links

Artikelbild: © JacobLund / Bigstock.com

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